16.03.2016, 11:24 Uhr

Trotz günstiger Ölpreise große Preisunterschiede beim Tanken und Heizen

Über fallende Spritpreise an den Tankstellen dürfen sich die Autofahrer freuen. (Foto: Bilderbox)

Diesel kostete im März unter 1 Euro, Superbenzin im Schnitt 1,08 Euro. Allerdings sind die Preise in Tirol wesentlich höher als in Wien. Auch beim Heizöl sind die Unterschiede groß.

Derzeit ist der Rohölpreis sehr nieder. Das macht sich auch beim Tanken positiv bemerkbar. Die AK-Tirol hat eine Treibstoff-Preiserhebung in Zusammenarbeit mit den anderen Länderkammern Anfang März durchgeführt.

Preisunterschiede innerhalb Tirols

Durchschnittlich kostete ein Liter Diesel im März 0,98 Euro, Superbenzin 1,08 Euro. Diese Preise für Diesel und Benzin gab es zuletzt 2009. Damals hielten sich die Preise über einen längeren Zeitraum. Allerdings gibt es innerhalb Tirols Preisunterschiede. In Kufstein und Lienz ist Tanken wesentlich günstiger als beispielsweise in Landeck. Der Preisunterschied liegt bei rund 5 Cent pro Liter. Tanken an Autobahntankstellen ist am teuersten. Hier liegt der Preisunterschied bei bis zu 30 Cent gegenüber herkömmlichen Tankstellen.

Ärgerliches West-Ost-Preisgefälle bei Diesel und Super

Im Preisvergleich mit andern Bundesländern zeigt sich wieder das West-Ost-Preisgefälle. Im Osten Österreichs in das Tanken wesentlich billiger als in Tirol und Vorarlberg. In Tirol liegen die Preise bei Super und Diesel im Schnitt bei 3 Cent pro Liter über dem Österreichschnitt. Teilweise beträgt der Unterschied sogar 4 Cent. Tanken ist daher in Tirol bei einer 50-Liter-Tankfüllung im Schnitt um 2 Euro teurer.
Ist der Preis nur 1 Cent pro Liter teurer, liegen die Mehrkosten für Tiroler AutofahrerInnen bei 9 Millionen Euro pro Jahr. Ölmultis und Fiskus wollten an Fremdenverkehr, Tanktourismus und Transit in Tirol kräftig mitverdienen. Das sei ein möglicher Grund für diese Preisunterschiede, so AK Präsident Erwin Zangerl.

Heizöl - Preisunterschiede je nach bestellter Menge

Auch die Heizöl-Preise sind derzeit auf einem Niveau von 2009. Ein Liter kostete Anfang März rund 56 Cent bei einer Abnahmemenge von 2.000 Litern. Allerdings erhöhten sich die Preise bei geringeren Abnahmemengen. Teilweise wurden - bei Abnahmemengen unter 500 Litern - rund 1,20 Euro pro Liter verrechnet.

Preisvergleich lohnt sich - beim Tanken und beim Heizen

Daher lohnt sich ein Preisvergleich vor einer Heizöl-Bestellung, so die AK. Man sollte auch gezielt nach dem Bruttopreis fragen.
Auch beim Tanken lohnt sich der Preisvergleich. Preise müssen im Spritpreisrechner der e-Control angegeben werden. Gleichzeitig dürfen die Spritzreise nur um 12:00 Uhr erhöht werden. Im Spritpreisrechner kann man die aktuellen Preise abfragen.
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