08.06.2017, 10:51 Uhr

Wohnen in Innsbruck wird teurer

(jub). In Innsbruck sind die Preise fürs Wohnen durchgehend gestiegen. Das offenbart der Immobilienpreisspiegel 2017. Sowohl die Grundstückspreise, als auch die Preise für Eigentum aus erster und zweiter Hand sowie die Mietpreise konnten durchgehend Erhöhungen von mindestens 1 Prozent verzeichnen.
Dass das Wohnen in der Stadt Innsbruck so teuer ist, erklärt Tirols Fachgruppenobmann-Stellvertreter Arno Wimmer mit der Kessellage der Stadt. Grundstücke seien rar, es könne sehr wenig gebaut werden. Man sei in Zukunft wahrscheinlich gezwungen, mehr in die Höhe anstatt in die Breite zu bauen. Zudem sieht Wimmer ein Problem im fehlenden geförderten Eigentumswohnungsbau. Die neue Regelung, nach der nur Menschen, die schon drei Jahre ihren Hauptwohnsitz in Innsbruck haben, Mietzinsbeihilfe beantragen können, hat zwar eine leichte Preisdämpfung bewirkt, durch die allgemein steigenden Betriebskosten ändert sich dennoch nichts an den Warmmieten.
Ein Problem sieht Wimmer auch darin, dass sich Menschen zunehmend in der Gegend rund um Innsbruck niederlassen, aber in die Stadt zum Arbeiten pendeln müssen - hier tragen die Gemeinden die Kosten, während die Stadt die Steuereinnahmen generiert. Ein "gegenseitiges Betonieren", wie Wimmer betont. Hier müsse politisch noch einiges getan werden, denn: "Wohnen ist ein Grundbedürfnis".
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