Die "närrischen Brüder"
Jennersdorfs "Fratres Stulti" betreiben wandelnden Stammtisch

Zu den "Fratres Stulti" gehören (hinten von links:) Joe Treiber, Ronny Meitz, Christian Horvath, Charly Neubauer, Willi Hoschek, Martin Werkovits, (vorne sitzend:) Hans-Peter Rucker und Peter Pommer.
  • Zu den "Fratres Stulti" gehören (hinten von links:) Joe Treiber, Ronny Meitz, Christian Horvath, Charly Neubauer, Willi Hoschek, Martin Werkovits, (vorne sitzend:) Hans-Peter Rucker und Peter Pommer.
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Die lateinische Übersetzung von "Fratres Stulti"bedeutet Brüder, Narren - kurz gesagt "die närrischen Brüder". Und es sind neun an der Zahl, die einander jeden Monat an einem Ort ihrer Wahl treffen. Die Bruderschaft existiert seit dem Jahr 2000, die Herren kennen sich großteils  aus ihrer gemeinsamen Schulzeit am Gymnasium in Jennersdorf.

Kleeblatt als Symbol

Ein vierblättriges Kleeblatt stellt ihr Symbol dar und basiert auf den vier Säulen "Semper adjuvantes" (stets helfend), "libenter currentes" (gerne laufend), "scientiam petentes"(nach Wissen strebend) und "vinum amantes" (den Wein liebend).

Allerdings hätten sich laut Martin Werkovits die Schwerpunkte im Laufe der Zeit etwas verlagert: "Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo der sportliche Teil, also das Laufen, an erster Stelle stand, frönen wir jetzt lieber der Kulinarik", lacht er. Gelaufen wird freilich immer noch, allerdings mit geminderter Intensität im Gegensatz zu den Anfängen der Vereinigung. Auch Exkursionen zu Weingütern, Städtetrips und Radtouren stehen immer wieder auf dem Programm.

Wohltätigkeit

Veranstaltungen, deren Erlöse sozialen Einrichtungen in Jennersdorf zugute kommen oder wohltätigen Zwecken wie der Äthiopienhilfe zugeführt werden, stehen ganz oben auf der Prioritätenliste der "Fratres Stulti".

Die Organisation der Treffen obliegt heuer Ronny Meitz. Jedes Jahr wird gewechselt. Das Bezirksblatt war zu einem Kaminabend in der Ölmühle Meitz eingeladen. "Selbstversorgung" lautete das Thema. "90 Prozent von dem, was wir heute konsumieren, wurde von uns Brüdern erzeugt", erklärt Meitz.

Diskussion

So gab es beispielsweise Bier aus eigener Brauerei, selbstgekelterten Wein, geräucherten Schinken, Aufstriche, Brot und eingelegtes Gemüse aus der hauseigenen Küche. Wobei anzunehmen ist, dass hier auch die Ehefrauen ihr Scherfchen dazu beigetragen haben dürften.

Nach der Stärkung wurde zum Thema "Selbstversorgung" ein Vortrag gehalten und im Anschluss diskutiert. Gesprächsstoff zu spezifischen Themen sei immer genügend vorhanden, betont Meitz, da die Brüder in vielfältigen Berufen tätig seien. Einmal im Jahr dürfen auch Familien und Freunde mit von der Partie sein. Da gibt es dann ein gemeinsames Sommerfest oder die eine oder andere Städtereise. Alles in allem eine gelungene Fusion, die außer der gemeinsamen Schul- oder Studienzeit viel miteinander verbindet.

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