NEIN sagen können...

Das „Nicht-Nein-sagen-Können“ zählt mit zu den häufigsten Stressauslösern.
Der deutsche Schriftsteller Claus Gaedemann hat es bereits passend formuliert:
Das Wörtchen „nein“ steht ganz vorn unter den Waffen gegen Zeitfresser.
Aber warum fällt uns das Neinsagen so schwer?

Um nur einige mögliche Gründe zu nennen:

-man will andere nicht vor den Kopf stoßen
-man erhofft sich Anerkennung und Wertschätzung
-man will andere nicht verletzen
-man möchte es allen recht machen
-man fürchtet die Konsequenzen etc.

So mancher ist aufgrund der erhofften Anerkennung bemüht, anderen Menschen keinen Wunsch abzuschlagen. Aber es ist meist so, dass man genau von diesen Personen wenig Anerkennung bekommt und sogar ausgenutzt wird.
Nun gehören hierzu immer mindestens zwei dazu. Jene Person, die ausnutzt, und jene, die sich ausnutzen lässt.
Ein Nein fällt in der Regel viel schwerer, als ein Ja. Wer nicht nein sagen kann, der setzt sich häufig selbst unter Druck bzw. wird unter Druck gesetzt...

Wie selbstbewusst Nein sagen?
Nein sagen beginnt - wie jede Veränderung, die wir anstreben - in unserem Kopf.
Bevor wir in einer Situation tatsächlich Nein sagen können, müssen wir uns die Erlaubnis geben.
Wir müssen uns sowohl die negativen Einstellungen anschauen, die uns davon abhalten, Nein zu sagen, als auch die Argumente, die wir uns geben, um nicht Nein zu sagen.
Im Folgenden sind sowohl die blockierenden Gedanken als auch die hilfreichen neuen Einstellungen aufgelistet:

Blockierender Gedanke:
Wenn ich Nein sage, dann wird mich der andere ablehnen (und mir ist seine Sympathie so wichtig).
Hilfreicher Gedanke:
Ich weiß nicht, ob er mich ablehnen wird. Wenn er mich nur mag zu dem Preis, dass ich immer nur das tue, was in seinen Kram passt, dann ist mir der Preis auf Dauer zu hoch. Ich kann ertragen, wenn er mich ablehnen sollte.

Blockierender Gedanke:
Wenn ich Nein sage, dann bin ich schuld, dass der andere enttäuscht, verärgert oder verletzt ist.
Hilfreicher Gedanke:
Ich weiß nicht, ob der andere enttäuscht, verletzt oder verärgert reagieren wird. Er könnte meine Argumente auch einsehen oder akzeptieren. Wenn er aber negative Gefühle verspüren sollte, dann ist er für diese verantwortlich. Ich sage lediglich meine Meinung. Wie er damit umgeht, ist seine Sache. Ich habe das gleiche Recht wie er, Wünsche zu äußern.

Blockierender Gedanke:
Wenn ich Nein sage, dann bin ich herzlos und egoistisch (und das möchte ich nicht sein).
Hilfreicher Gedanke:
Indem ich einmal meinen Wunsch äußere, werde ich nicht zu einem egoistischen Menschen. Der andere ist dann genauso egoistisch, denn er äußert seinen Wunsch ebenfalls.

Blockierender Gedanke:
Wenn ich Nein sage, dann verliere ich die Stelle, meinen Partner, meine Freundin usw.
Hilfreicher Gedanke:
Ich kann nicht hellsehen, was passieren wird. Wahrscheinlich übertreibe ich. So leicht verliert man seinen Partner oder seine Stelle nicht.
 
(Quellen: Zeitblüten und Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe;)

Autor:

Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf

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