Rückkehr ins Atelierhaus
Peter Handke nach 51 Jahren wieder in Neumarkt an der Raab

Peter Handke, Petra Werkovits und Harald Haslmayr
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Peter Handke stattete dem Neumarkter Kulturverein nach 51 Jahren Abwesenheit wieder einen Besuch ab. Hier im alten Atelieraus wohnte der Welt-Literat im September 1968 einige Wochen mit Peter Pongratz zusammen und sammelte Material für "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter".

Begleitet wurde er damals oft von Eduard Sauerzopf ohne diesen  er, wie es  im Gästebuch zu lesen ist "nur einen Bruchteil dessen" wahrgenommen hätte, was er so gesehen hat. Das Buch wurde anschließend in Berlin ausformuliert und startete senkrecht auf den Literaturolymp.

Mit Fußball hat es nur ganz wenig zu tun. Die Hauptperson des Romanes, um den sich viele Beobachtungen ranken,  ist der Tormann " Josef Bloch", der sich in Neumarkt und Jennersdorf aufhielt. Erst auf den letzten Seiten kommen Szenen auf einem Fußballplatz vor. "...Der Tormann, der einen hellgelben Pullover anhatte, blieb völlig unbeweglich stehen, und der Elfmeterschütze schoss ihm den Ball in die Hände." heißt der letzte Satz des Erfolgswerkes.
Alten Recherchen zufolge dürfte der Tormann auf dem Jennersdorfer Sportplatz Josef Zigling gewesen sein.

Ansonsten ist der Roman die schönste Darstellung und Offenlegung der Innenwelten dieser Dörfer. Es sind Microszenen, die jeder  oft nur unbewusst erlebt, die aber von Peter Handke beschrieben, wohltuend ins Bewusstsein gerückt werden.

Dem "Meister der Dämmerung", so eine Biografie, wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Er kam mit Frau Sophie Semin und Freund Harald Haslmayr über Stationen in Hartberg, Rudersdorf und Jennersdorf nach Neumarkt.

Kulturvereinsobfrau Petra Werkovits und Raffel-Besitzer Claudio Cocca legten den roten Teppich. Es gab eine Besichtigung der alten Wirkungsstätte "Atelierhaus", einen Spaziergang durch Neumarkt,  und einen klassischen Raffel-Abend mit den Freunden, wobei Erinnerungen an Eduard Sauerzopf, die "London Pepi" Josefine Wellington, das "Sparkassenmädchen Rosalinde", den alten Raffel und den Vereinsgründer Feri Zotter ausgetauscht wurden.

Das Abendessen war wie immer hervorragend, lediglich die damals immer präsente Zigeunermusik wurde vermisst.

Autor:

Peter Sattler aus Jennersdorf

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