Generalvikar aus Mogersdorf
Aus dem Leben von Martin Korpitsch († 10. Mai 2021)

Martin Korpitsch bei der Erhebung der Güssinger Klosterkirche zur Basilika im Jahr 2013.
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  • Martin Korpitsch bei der Erhebung der Güssinger Klosterkirche zur Basilika im Jahr 2013.
  • Foto: Gerald Gossmann
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Die Diözese Eisenstadt trauert um Generalvikar Martin Korpitsch. Der aus Mogersdorf stammende Priester erlag am 10. Mai 2021 einer lange andauernden, schweren Krankheit kurz nach Vollendung seines 65. Lebensjahres im 41. Jahr seines Priestertums.

Korpitsch wurde am 23. April 1956 in Graz geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Mogersdorf. Er besuchte das Gymnasium und das Bischöfliche Knabenseminar in Mattersburg, wo er 1974 die Reifeprüfung ablegte. Nach seinen Studien an der Katholischen-Theologischen Fakultät der Universität Wien und der Ausbildung im Bischöflichen Priesterseminar der Diözese Eisenstadt in Wien wurde er am 29. Juni 1979 im Eisenstädter Martinsdom zum Diakon geweiht. Das Pastoralpraktikum absolvierte er im Bischöflichen Sekretariat sowie an der Dompfarre Eisenstadt.

Fast 41 Jahre Priester

Am 29. Juni 1980 wurde er im Martinsdom von Bischof László zum Priester geweiht und zum Kaplan an der Dompfarre ernannt. Von 1981 bis 1987 war er Bischöflicher Sekretär und er arbeitete auch im Bischöflichen Ordinariat mit. Von September 1987 bis Ende August 1988 war er Sekretär des Bischöflichen Ordinariates zur Vorbereitung des Pastoralbesuches von Papst Johannes Paul II.

Pfarrer und Dechant

Ab September 1988 war Korpitsch Pfarrmoderator in Schützen am Gebirge und ab 1. Jänner 1989 auch in Donnerskirchen. Im November 1993 wurde er zum Pfarrer dieser beiden Pfarren ernannt, die er bis August 1995 betreute. Im September 1995 wurde er zum Stadtpfarrer in Pinkafeld und zum Geistlichen Assistenten der Franziskusgemeinschaft in Pinkafeld ernannt, wo er bis 2005 – ab dem Jahr 2000 auch als Dechant – wirkte. Von 1995 bis 2011 war er geistlicher Assistent der Caritas.

Im September 2005 wurde er zum Propst- und Stadtpfarrer von Eisenstadt-Oberberg und Kleinhöflein ernannt. Ab 2007 war ihm die Seelsorge für die Gehörlosen in der Diözese Eisenstadt anvertraut. 2012 wurde er Dechant des Dekanates Eisenstadt

Seit 2013 Generalvikar

Am 1. September 2013 wurde Korpitsch von Diözesanbischof Zsifkovics zum Generalvikar der Diözese Eisenstadt ernannt. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Hilfswerkes "Fastenaktion", Herausgeber der Kirchenzeitung „Martinus“, Leiter des St. Martins-Verlages, Diözesanbeauftragter für das katholische Schulwesen und Pfarrprovisor der Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt.

Das geistliche Wirken von Martin Korpitsch wurde mit den Titeln eines „Bischöflichen Geistlichen Rates“ sowie eines „Wirklichen Konsistorialrates“ ausgezeichnet. Von öffentlichen Stellen wurde seine Tätigkeit mit dem Verdienstzeichen in Gold der Marktgemeinde Pinggau, mit dem Ehrenzeichen des Landes Burgenland sowie mit dem Verdienstkreuz in Gold und mit dem Ehrenring der Freistadt Eisenstadt gewürdigt.

"Seelsorger mit Herz"

Im Nachruf der Diözese Eisenstadt heißt es: "Martin Korpitsch war in seinem Leben und Wirken als Pfarrseelsorger und noch viel mehr als Generalvikar ein Seelsorger, der sich aus einem tiefen persönlichen Glauben heraus wahrhaft nach dem Vorbild des guten Hirten Jesus Christus um die ihm anvertrauten Gläubigen und Priester sorgte. Niemals schlug er eine Tür zu, er ging jedem einzelnen nach und versuchte, mit großer Geduld auch in ausweglosen Situationen Kompromisse zu finden. Seine Güte und sein Langmut waren scheinbar unbegrenzt. Er achtete weder auf Zeit, Kosten oder auf die eigene Gesundheit, wenn es darum ging, Menschen nachzugehen oder ihnen zu helfen.

Mit Generalvikar Martin Korpitsch verliert die Diözese Eisenstadt einen guten Hirten, einen unermüdlichen Brückenbauer und einen Seelsorger mit Herz."

Generalvikar Martin Korpitsch verstorben

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