Baufortschritt
Der halbe S7-Tunnel bei Rudersdorf ist geschafft

Pro Tag kommen die Bergleute im S7-Tunnel zwei bis drei Meter voran.
7Bilder
  • Pro Tag kommen die Bergleute im S7-Tunnel zwei bis drei Meter voran.
  • Foto: Veronika Teubl-Lafer
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Die Corona-Beschränkungen in der Bauwirtschaft haben den Zeitplan für den Bau des S7-Tunnels bei Rudersdorf kaum durcheinandergebracht. Rund die Hälfte des 2,9 Kilometer langen unterirdischen Bauwerks ist bereits geschafft.

Nord- und Südröhre

Von den rund 1,8 Kilometern, die in bergmännischer Bauweise mittels Baggervortrieb gegraben werden, sind laut ASFINAG in der Nordröhre 1.200 Meter, in der Südröhre 600 Meter zurückgelegt. Auch von den 1,1 Kilometern Länge, die in offener Bauweise errichtet werden, sind mehr als die Hälfte geschafft. "In der Nordröhre sind 55 von 94 Tunnelblöcken betoniert, in der Südröhre 48 von 97", erläutert Projektleiter Herwig Moser. Jeder Block ist zwölf Meter lang und besteht aus 160 Kubikmetern Beton.

In dem weichen Untergrund ist das Vorankommen aus geologischer Sicht erschwert. "Der Boden besteht ausschließlich aus Schluff, Ton und Sand. Im Baggervortrieb schaffen wir zwei bis drei Meter pro Tag, während es in hartem Granitgestein bis zu 28 Meter sein können", vergleicht Moser. Der Durchstich im Tunnel, der von zwei Seiten gegraben wird, ist für 2021 geplant.

Brücken-Klappvorgänge abgeschlossen

So wie der Bau des ersten Straßentunnels des Burgenlands liegt auch der Bau der weltweit ersten Klappbrücken im Zeitplan. Seit letzter Woche sind alle acht Betonelemente, die die Lafnitz überspannen, in ihrer Endposition. Ein Brückenträger ist 36 Meter lang und 54 Tonnen schwer. "Ab nun können die Betonbauten und die Fahrbahnplatte auf die Träger aufgebracht werden", erklärt Moser.

Anschlussstellen beginnen

Erst am Anfang steht die Errichtung der Anschlussstellen zwischen Rudersdorf und Fürstenfeld sowie bei Deutsch Kaltenbrunn. Hier haben die Erdarbeiten begonnen.

Drei Brücken bei Dobersdorf

Im August starten dann die Vorbereitungen für die drei S7-Brücken im Dobersdorfer Wald. Die Trasse ist gerodet, derzeit werden Öko-Ausgleichsflächen angelegt und Amphibien umgesiedelt, so wie es im Baubescheid vorgegeben ist.

Für die Errichtung der Unterflurtrasse Königsdorf starten heuer die Ausschreibungen. Laut ASFINAG ist der Baubeginn im ersten Quartal 2021 möglich. Die Ausschreibung für die Arbeiten an der Unterflurtrasse Speltenbach wird im August veröffentlicht.

Ungarn sind schon weiter

Von ungarischer Seite wird die M80 zur Grenze bei Heiligenkreuz führen. Hier sind die Arbeiten so weit gediehen, dass mit einer Fertigstellung Ende 2021 gerechnet wird. Auf österreichischer Seite dürfte es Ende 2023 soweit sein. "Es ist durchaus möglich, dass West- und Ostabschnitt der S7 gemeinsam fertig werden", ist Moser zuversichtlich.

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen