Glyphosat: Immer mehr Gemeinden verzichten

Statt zu Unkrautgift greifen Gemeindearbeiter wie hier in Jennersdorf in immer mehr Gemeinden zu alternativen Methoden.
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  • Statt zu Unkrautgift greifen Gemeindearbeiter wie hier in Jennersdorf in immer mehr Gemeinden zu alternativen Methoden.
  • Foto: David Marousek
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Auf allen politischen Ebenen hat das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zuletzt wieder für Schlagzeilen gesorgt. Das Pflanzengift, das meist unter dem Produktnamen "Roundup" auf Äckern, Straßenrändern, öffentlichen Grünflächen und in Hausgärten gespritzt wird, ist innerhalt der EU für weitere fünf Jahre zugelassen worden.

Einige Studien bescheinigen Glyphosat die Eigenschaft, möglicherweise Krebs auszulösen, andere Studien bestätigen diese Gefahr nicht. Umweltorganisationen fordern trotzdem ein Totalverbot des Herbizids. Die SPÖ plädiert für ein nationales Zulassungsverbot unabhängig von den anderen EU-Staaten.

Im Burgenland haben laut der Umweltorganisation Greenpeace bereits 39 Gemeinden von sich aus beschlossen, auf öffentlichen Flächen kein Glyphosat mehr zu verwenden. Zu ihnen gehören Jennersdorf, St. Martin an der Raab, Neuhaus am Klausenbach (alle Bezirk Jennersdorf), Güssing, Olbendorf, Stegersbach und Ollersdorf (alle Bezirk Güssing). Diese Woche hat auch der Gemeinderat von Mogersdorf (Bezirk Jennersdorf) einen Glyphosat-Ausstieg beschlossen.

Das Unkraut entlang von Randsteinen, an Straßenrändern oder zwischen Asphaltflächen wird stattdessen händisch, mit Motorsensen, mit Flämm- oder Drahtbürstengeräten beseitigt.

Gegenüber Haus- und Gartenbesitzern, die das Mittel auf ihren privaten Flächen spritzen, gibt es allerdings auch in diesen Gemeinden keine rechtliche Handhabe.

Statt zu Unkrautgift greifen Gemeindearbeiter wie hier in Jennersdorf in immer mehr Gemeinden zu alternativen Methoden.
Mogersdorf ist die jüngste Gemeinde, die das Spritzen von Glyphosat auf öffentlichen Flächen per Gemeinderatsbeschloss beendet hat.

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