Volksschulen Königsdorf und Eltendorf: "Sind eine Einheit geworden"

Die Dritt- und Viertklassler (Bild) aus Eltendorf und Königsdorf werden in der einen Schule unterrichtet, die Erst- und Zweitklassler in der anderen.
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Wenn am Freitag die Kinder ihre Schulzeugnisse in die Hand gedrückt bekommen, ist die erste Phase eines im Burgenland einzigartigen Schulmodells abgeschlossen. Dann sind die ersten zwei Schuljahre vorbei, in denen die Nachbarvolksschulen Königsdorf und Eltendorf quasi ineinander verschmolzen sind.

Zwei Standorte

Konkret sieht das Modell so aus, dass die Erst- und Zweitklassler aus beiden Schulen in Eltendorf unterrichtet werden, die Dritt- und Viertklassler aus beiden Schulen in Königsdorf.
"Wir haben die Erfahrungen dieser zwei Jahre gemeinsam mit den Schuldienststellen evaluiert und haben keine Nachteile gefunden", zieht Direktorin Petra Granitz, die beide Schulen leitet, ihre Bilanz.

Weniger Doppelgleisigkeiten

Zuvor waren beide Schulen einklassig, Erst- bis Viertklassler wurden jeweils gemeinsam unterrichtet. "Nun können wir unsere Ressourcen besser nutzen, weil viele Doppelgleisigkeiten weggefallen sind", erklärt Granitz. Das betrifft Schnuppertage genauso wie Elternabende, Radfahrprüfungen, Ausflüge, Feste oder die Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen.

Shuttle-Bus

Ein Bus bringt die Kinder von zu Hause in die jeweilige Schule und setzt sie daheim wieder ab. Auch zwischen den beiden Schulstandorten selbst verkehrt im Bedarfsfall ein Shuttle-Bus. In Eltendorf wurden im zu Ende gehenden Schuljahr 24 Kinder unterrichtet, in Königsdorf 20.

Schulerhaltung unverändert

Organisatorisch hat sich - abgesehen von einer Neuordnung der beiden Schulsprengel - nicht allzuviel verändert. Die Gemeinde Königsdorf ist weiterhin Erhalter der Königsdorfer Schule, die Gemeinde Eltendorf ist es für die Schule in Eltendorf geblieben. "Den Eltern sind keine Zusatzkosten entstanden", sagt Granitz.

Pädagogisch gesehen habe die Fusion ebenfalls Vorteile gebracht, so ihre Erfahrung. Die Lehrerinnen können sich den Kindern besser widmen. "Sozial gesehen haben sich im ersten Jahr die Freundschaften der Kinder untereinander noch sehr auf die Heimatgemeinde bezogen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Wir sind eine Einheit."

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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