Gemeinderatswahlen 2017 - Ergebnis Bezirk Jennersdorf

Die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden werden hier veröffentlicht, sobald sie behördlich bestätigt sind.
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Im Bezirksvorort Jennersdorf blieb politisch kein Stein auf dem anderen. Die ÖVP unter Bürgermeister Bernhard Hirczy rannte in ein Debakel und verlor 22,34 % ihrer Stimmen sowie fünf ihrer 15 Mandate. Der Anteil von 36,68 % bedeutete das historisch schlechteste Ergebnis für die Volkspartei.

Größter Gewinner war die neu gegründete Bürgerliste JES, die auf Anhieb mit sieben Mandataren in den Gemeinderat einzieht. Obmann Reinhard Deutsch wird auch Hirczys Herausforderer in der Bürgermeister-Stichwahl am 29. Oktober sein. Hirczy schaffte 41,38 %, Deutsch 25,97 %.

Zweiter Gewinner ist die FPÖ. Unter ihrem Spitzenkandidat Franz Schenk detonierte sie von einem Mandat auf fünf Mandate.

Ebenso vernichtend wie für die ÖVP fällt das Ergebnis für SPÖ und Grüne aus. Beide verloren jeweils drei Sitze im Gemeinderat. Die SPÖ hat nur noch zwei Mandate, die Grünen haben noch eines.

Spannend wie schon bisher bleibt die Gemeindepolitik in Eltendorf. Die ÖVP holte zwar wie 2012 die relative Mehrheit, braucht für Beschlüsse aber ein zweite Fraktion. Die ÖVP kam auf sieben der 15 Mandate, die SPÖ auf vier, die Freie Bürgerliste auf drei und die FPÖ auf eines.

Die Bürgermeisterwahl gewann Amtsinhaber Josef Pfeiffer mit 57,36 %. Kurios: Seine Gegenkandidaten Julius Drauch (SPÖ) und Christian Schaberl kamen auf die exakt gleiche Stimmenanzahl. Jeweils 141 Stimmen bedeuteten einen Stimmenanteil von jeweils 18,05 % und ex aequo Platz 2. Kurt Muszits (FPÖ) bekam 6,53 %.

Dass Edi Zach (SPÖ) auch weiterhin im Heiligenkreuzer Gemeindeamt als Bürgermeister amtiert, war schon vor der Wahl klar. Gegenkandidaten hatte er keine, Zach wurde mit 80,05 % wiedergewählt.

Im Gemeinderat kann er sich wie bisher auf eine knappe absolute Mehrheit stützen. Die SPÖ hat ihre zehn Mandate verteidigt, die ÖVP ihre fünf um eines vermehrt, die Freie Bürgerliste ihre drei gehalten. Die Grünen, die bis jetzt ein Mandat im Gemeinderat hatten, waren nicht mehr angetreten.

Die Königsdorfer werden am 29. Oktober ein zweites Mal wählen. Von den drei Bürgermeisterkandidaten schaffte nämlich keiner die absolute Mehrheit. In die Stichwahl schafften es der amtierende Bürgermeister Dieter Wirth (ÖVP) mit 45,56 % und Vizebürgermeister Mario Trinkl (SPÖ) mit 37,83 %. Klaus Fischl (Liste Klaus) belegte mit 16,61 % Platz 3.

Die Mandatsverhältnisse im Gemeinderat bleiben unverändert, aber spannend. Keine Fraktion hat die absolute Mehrheit. Die ÖVP hat sechs Sitze, die ÖVP fünf und die Liste Klaus zwei.

In Deutsch Kaltenbrunn amtiert weiterhin die einzige Bürgermeisterin des Bezirks Jennersdorf. Andrea Reichl (SPÖ) gewann bei ihrem ersten Antreten in der Direktwahl 68,78 % und schlug ihre Gegenkandidaten Helmut Gröller (Liste KaRo, 22,71 %) und David Hirmann (FPÖ, 8,52 %) klar aus dem Feld.

Im Gemeinderat büßte die SPÖ eines ihrer vorher zwölf Mandate ein. Rang zwei geht an die ÖVP mit sechs Mandaten vor der Liste KaRo mit drei. Der FPÖ gelang der Neueinzug in die Gemeindevertretung mit einem Mandat.

Einer Sensation kommt das Resultat in Neuhaus am Klausenbach gleich. Die ÖVP hat in ihrer Hochburg das Bürgermeisteramt verloren, das seit 1997 Helmut Sampt innehatte. Sampt kam nur auf 48,6 % und unterlag damit seinem SPÖ-Kontrahenten Reinhard Mund (51,4 %).

Im Gemeinderat verlor die ÖVP ein Mandat, hält aber mit acht von 15 weiterhin die Mehrheit. Die SPÖ konnte ihren Stimmanteil auf 48,34 % mehr als verdoppeln und zog alle Mandate, die 2012 die FPÖ und die Bürgerliste  errungen hatte, auf sich. Die beiden Kleinparteien waren nicht mehr angetreten.

In Weichselbaum konnte Bürgermeister Willibald Herbst sein Amt souverän verteidigen. Der ÖVP-Kandidat kam auf 72,66 %, Martin Fiedler (SPÖ) auf 23,20 % und Michael Mori (FPÖ) auf 4,14 %. Im Gemeinderat verfügt die ÖVP wie bisher über acht Sitze. Die SPÖ musste eines ihrer bisherigen fünf Mandate an die FPÖ abgeben, die erstmals den Einzug schaffte.

Der Rudersdorfer Bürgermeister heißt weiterhin Manuel Weber (ÖVP). Der seit Jahresbeginn amtierende Nachfolger von Langzeit-Bürgermeister Franz Tauss konnte sich mit 54,78 % knapp durchsetzen. SPÖ-Herausforderer Ewald Schnecker näherte sich auf 40,40 %, FPÖ-Kandidatin Petra Wagner kam auf 4,82 %.

Im Gemeinderat büßte die ÖVP ein Mandat ein, hält aber mit 13 von 23 Sitzen noch immer eine komfortable Mehrheit. Die SPÖ erhöhte ihren Stand von sieben auf neun, die FPÖ zog mit einem Mandat neu in den Gemeinderat ein.

In Minihof-Liebau musste die bisher dominierende SPÖ zwar etwas Haare lassen, bleibt aber die klar bestimmende Kraft. Bürgermeister Helmut Sampt gewann die Direktwahl mit Zwei-Drittel-Mehrheit, FPÖ-Kandidat Manfred Reindl belegte mit 20,95 % der Stimmen Platz 2, ÖVP-Kandidat Johann Lülik mit 12,01 % Platz 3.

Der relative Gewinner bei den Gemeinderatswahlen ist die FPÖ. Sie konnte sowohl der SPÖ als auch der ÖVP ein Mandat abjagen und hält nun bei drei Sitzen (bisher einer). Die SPÖ hält auch hier mit neun Mandaten eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die ÖVP hat drei Mandate, stimmenmäßig wurde sie von der FPÖ knapp auf Platz 3 verdrängt.

Die bestimmende Kraft in St. Martin an der Raab bleibt trotz dreifacher Konkurrenz weiterhin die SPÖ. An Stimmen verfehlte sie die Mehrheit im Gemeinderat mit 48,9 % zwar knapp, an Mandaten hat sie aber mit elf von 21 weiterhin die Mehrheit. Fünf Sitze entfallen auf die ÖVP, vier auf die Liste Zukunft und eines auf die FPÖ.

Der amtierende Bürgermeister Franz Kern setzte sich gegen drei Kontrahenten klar durch. Er kam auf 57,9 % der Stimmen, Siegfried Niederer (ÖVP) auf 22,23 %, Ernst Mayer (Liste Zukunft) auf 17,65 % und Christoph Kahr (FPÖ) auf 2,19 %.

Den jüngsten Bürgermeister Österreichs stellt seit heute Mühlgraben. Der als Favorit gestartete 20-jährige Fabio Halb (SPÖ) gewann die Direktwahl mit 79,44 % und tritt damit die Nachfolge von Reinhard Knaus an. Konkurrent Armin Schweitzer von der Bürgerliste BUM kam auf 20,56 %.

Im Gemeinderat besetzt die SPÖ nun acht der elf Mandate (vorher sieben). Zwei entfallen auf die ÖVP, eines auf die BUM. Die FPÖ, die 2012 zwei Sitze errungen hatte, trat heuer nicht mehr an.

In Mogersdorf konnte die ÖVP unter Bürgermeister Josef Korpitsch ihre Vorrangstellung ausbauen. Im Gemeinderat holte sie ein zwölftes Mandat, die SPÖ sank auf sieben. In der Bürgermeister-Direktwahl kam Korpitsch auf 64,5 %, sein SPÖ-Kontrahent Franz Windisch auf 31,8 %. Eine Stichwahl bleibt den Mogersdorfern, Wallendorfern und Deutsch Minihofern erspart. Der dritte Kandidat, Markus Petz von der FPÖ, kam nur auf 3,68 %, seiner Partei blieb auch der Einzug in den Gemeinderat versagt.

>> Zum Landesergebnis geht es hier

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