Podiumsdiskussion in Jennersdorf
Expertengespräch: "Wie werde ich Fußballprofi?"

Diskutierten über den heimischen Fußball-Nachwuchs: David Tauschmann, Christian Zach, Philipp Kohl, Werner Gregoritsch, Martin Stranzl, Dir. Peter Pommer, Herwig Ritthammer (von links).
  • Diskutierten über den heimischen Fußball-Nachwuchs: David Tauschmann, Christian Zach, Philipp Kohl, Werner Gregoritsch, Martin Stranzl, Dir. Peter Pommer, Herwig Ritthammer (von links).
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Unter dem Titel "Messi 2.0 - Wege zum Fußballprofi" lud das Gymnasium Jennersdorf zur Podiumsdiskussion. Folgende namhafte Vertreter der österreichischen Fußballszene waren an der Diskussion beteiligt: Werner Gregoritsch, Martin Stranzl, David Tauschmann (Administrativer Leiter der Sturm Graz Akakademie), Philipp Kohl (Jugendleiter der Raabtal Juniors), Christian Zach (BORG Fußball-Trainer, Trainer des USV Mettersdorf).

Werner Gregoritsch, aktueller Teamchef der U21-Fußball-Nationalmannschaft, schilderte aus zwei Blickwinkeln seine Sicht auf den Profi-Fußballsport. "Als Vater habe ich immer versucht, meinen Sohn Michael (Anm.: Profi in Augsburg) zu unterstützen. Meiner Frau und mir war es wichtig, dass er neben dem Sport auch seinen Schulabschluss macht", erzählte Gregoritsch.

"Schule ist wichtig"
Martin Stranzl (56-facher A-Nationalspieler) bestätigte Gregoritschs Ausführungen. "Die Schule ist wichtig. Die Bundesligisten fragen zum Gesamteindruck eines jungen Spielers, nach seinen schulischen Leistungen. Wer fleißig in der Schule ist, ist auch im Sport fleißig". Der Urbersdorfer Stranzl gilt für viele junge Fußballer als Vorbild. Er schaffte mit 15 Jahren den Sprung von Güssing nach Deutschland. Bei 1860 München wurde Stranzl Profi. Nach einem Ausflug nach Russland wurde er in seiner letzten Station als Spieler Kapitän bei Borussia Mönchengladbach. Nach seiner Profikarriere half er in der Gladbacher-Nachwuchsabteilung mit, ehe er im vergangenen Herbst nach Österreich zurückkehrte.

Geld für Nachwuchstrainer
"Neben Einstellung und Disziplin sollen Freude und Spaß am Fußball nicht zu kurz kommen. Eine gute Gemeinschaft ist mir als Trainer dabei am wichtigsten", betonte Gregoritsch.
Akademien seien zurzeit das größte Faktum, dass Österreich so viele Legionäre wie noch nie habe. Für Stranzl steht jedoch fest, dass Kinder nicht vor 16 Jahren in Akademien wechseln sollten. "Mit 16 hat man viele Probleme ausgeräumt, und man besitzt einen anderen Blick auf den Sport."
Hierzu bedürfe es aber guten Trainings. "Die Wertigkeit von Nachwuchstrainern muss angehoben werden. U10- und U12 Spieler brauchen gute Trainer, und dafür braucht es Geld", sagte Stranzl.
Gregoritsch pflichtete ihm bei: "Es ist ein Wahnsinn, was ein Jugendtrainer verdient und was er leistet. Man lebt vom Idealismus."
Philipp Kohl, sportlicher Leiter der Raabtal-Juniors, gehört zu den Idealisten. "Als breite Basis wollen wir Kinder und Jugendliche einfach die Möglichkeit geben, Fußball zu spielen und sich miteinander zu messen", unterstrich er.

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