Alois Brunner und sein Weg vom Lehrling zur eigenen Fleischerei

Fleischermeister Alois Brunner kämpfte sich durch und besitzt heute zwei Fleischereien.
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  • Foto: Martin Wurglits
  • hochgeladen von Karin Vorauer

MINIHOF-LIEBAU (kv). "Es ist ein Knochenjob und damals hatten wir nicht die Unterstützung von Maschinen, das meiste musste per Hand gemacht werden." Hinzu kamen lange Arbeitszeiten und die Kälte, "aber es hat mir trotzdem großen Spaß gemacht."

Erfahrungen sammeln

Kurz vor Lehrende verstarb sein Lehrmeister, doch Alois Brunner konnte die Lehre trotzdem abschließen und ging nach dem Bundesheer acht Jahre nach Jennersdorf. "Die Fleischerei in Minihof-Liebau wurde verpachtet, aber beide Fleischer blieben nur kurz." Inhaber war damals die Raiffeisenbank Neuhaus am Klausenbach und so kam es, dass der Bankchef an Alois Brunner herantrat mit der Bitte, er möge das Geschäft doch übernehmen. "Ich habe zwei Jahre überlegt, dann habe ich die Meisterprüfung gemacht und schlussendlich 1982 das Geschäft übernommen."

Schwieriger Start

Die Fleischerei musste natürlich komplett saniert und mit den notwendigen Maschinen und Gerätschaften ausgestattet werden. Außerdem musste ein komplett neuer Kundenstamm aufgebaut und Bauern gefunden werden, die die nötige Ware liefern konnten. "Ich habe mit weniger als nichts angefangen, doch die harte Arbeit zahlte sich aus." nach zwei Jahren konnte Alois Brunner bereits einen Lehrling einstellen und mit Wurstlieferungen seinen Betrieb erweitern.

Ein Quäntchen Glück

Als die Fleischerei in Minihof-Liebau gut lief hörte in Jennersdorf ein Fleischer auf und Alois Brunner übernahm 1995 kurzerhand die Filiale. "Das war vor allem durch die große Konkurrenz der Supermärkte ein Glücksgriff." In den 1970er-Jahren lag der Fleischverkauf mit rund 90% beim Fleischer, heute sind es nur mehr etwa 8%.

Woche des Genusses

Die Fleischerei ist auch von Beginn an bei der Aktion "Regional schmeckt genial" dabei. In der Woche vom 12. bis 17. September bekommen Interessierte einen Einblick in Fleisch- und Wurstproduktion. Es werden Lehrfilme gezeigt, da aus hygienischen Gründen die Produktionsstätten nicht persönlich besichtigt werden können. "Am Samstag, den 17. September, zeigen wir ab 11 Uhr in Minihof-Liebau auch, die die golden prämierte Braunschwaiger entsteht."

Autor:

Karin Vorauer aus Oberwart

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