Erste Wochenend-Bilanz
Noch kein Ansturm auf Gasthäuser in Bezirken Güssing und Jennersdorf

Von "extrem verhaltenem" Besuch in seinem Rudersdorfer Gasthaus "Antonyus" berichtet Bernhard Pranger (rechts).
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  • Von "extrem verhaltenem" Besuch in seinem Rudersdorfer Gasthaus "Antonyus" berichtet Bernhard Pranger (rechts).
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Nur langsam kommt die Gastronomie nach der corona-bedingten Wiedereröffnung am letzten Freitag in die Gänge. Das bestätigen Wirtsleute bei einem Bezirksblätter-Rundruf.

"Der Freitag hat gut begonnen, der Samstag war ruhig, am Sonntag war zumindest zu Mittag mehr los, obwohl man es mit einem normalen Sonntagsgeschäft überhaupt nicht vergleichen kann", bilanziert der Heiligenbrunner Gastwirt Helmut Krutzler.

Die Gäste, die zum Essen kamen, hatten mit großer Mehrheit vorreserviert und haben sich auch vorschriftskonform verhalten. Krutzler konnte aber auch nur weniger als die Hälfte der Tische bereitstellen als sonst. "Was fast komplett gefehlt hat, waren die Abendgäste, die normal an der Schank stehen, oder die Leute, die am Sonntag nach der Kirche ins Gasthaus kommen", erzählt er.

Für die kommenden Wochen hat Krutzler zwar schon wieder Reservierungen und einzelne Zimmerbuchungen, aber trotzdem: "Die Erwartungen darf man nicht allzu hoch schrauben."

"Extrem verhalten"

Auch in Bernhard Prangers Gasthaus "Antonyus" in Rudersdorf verlief das erste Wochenende sehr mäßig. "Der Besuch war extrem verhalten, das haben auch Kollegen gesagt. Die Menschen haben noch Angst vor Ansteckung", vermutet er. Am Sonntag hatte Pranger das volle Mittagsangebot an Speisen, angenommen wurde es nur wenig.

Auch habe beispielsweise habe die Kartenspielrunde der alten Herren am Samstag nicht stattgefunden, weil nur ein Spieler erschienen sei. "Die Gäste sagen, sie glauben erst an das Vorbei der Pandemie, wenn es die Medien erklären", erzählt Pranger.

Mäßige Reservierungslage

"Ich bin vorsichtig optimistisch", so die Erwartungen von Klaus Werner nach der Wiederöffnung seines Gasthauses in Wallendorf. "Die Gäste kommen schön langsam wieder, sind aber sehr verhalten." Vorsichtige Kunden greifen derzeit lieber auf das Abholservice zurück. "Am Sonntag sind neben 30 Mittagessen im Lokal zusätzlich 20 Essen abgeholt worden."

Die Reservierungslage sehe für die kommenden Wochen eher mäßig aus. "Vor Corona waren zwischen März und Mai sehr viele Reservierungen wie Geburtstage, Hochzeit und Familienfeiern vorgesehen. Leider mussten alle abgesagt werden." Der Gastronom sieht dennoch mit Zuversicht in die Zukunft: "Wenn man seinen Gästen eine gute Qualität bietet, kann man auch diese Krise überstehen. Ein Dank an alle, die uns während der Schließung unterstützt haben", betont Werner.

Plexiglas-Abtrennung an der Schank?

Deutlich weniger als sonst war auch im Gasthaus Kappel in Güttenbach los. "Am Freitag ist es gerade noch gegangen, aber am Samstag war es schon sehr mager. Vor allem Ältere trauen sich noch nicht", berichtet Wirtin Waltraud Kappel.

Ihr Dorfgasthaus lebt von den Stammgästen, die zum Kaffee oder auf andere Getränke kommen. Ausgekocht wird nicht. An der Schank, an der normalerweise reger Betrieb herrscht, durfte nichts konsumiert werden, nur an den Tischen. "Ich überlege derzeit, ob es etwas bringt, an der Schank Plexiglas-Abtrennungen montieren zu lassen", grübelt Kappel.

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