Serie "So bio ist das Burgenland"
Patrizia und David Oberkofler aus Maria Bild machen Bio-Wein

David und Patrizia Oberkofler bewirtschaften ihre 2,5 Hektar Weingärten in Maria Bild seit sieben Jahren nach biologischen Kriterien.
4Bilder
  • David und Patrizia Oberkofler bewirtschaften ihre 2,5 Hektar Weingärten in Maria Bild seit sieben Jahren nach biologischen Kriterien.
  • Foto: Martin Wurglits
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Bronner oder Cabernet Jura sind nicht gerade jene Rebsorten, die dem durchschnittlichen österreichischen Weintrinker als erste in den Sinn kommen. Sie zählen nämlich zu den so genannten "Piwi"-Weinen, die gezielt auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Pilzerkrankungen hin gezüchtet wurden. (Abk.: Piwi = Pilzwiderstand)

Pilzresistente Rebsorten

Für Patrizia und David Oberkofler bilden die Piwi-Sorten den Hauptteil ihres Bio-Weinbaubetriebs in Maria Bild. "Die Reben sind resistent gegen Mehltau und Pilzerkrankungen, brauchen daher nicht mit Herbiziden gespritzt zu werden", erläutert Patrizia Oberkofler.

Keine Chemie im Weingarten

Ihre 2,5 Hektar bewirtschaften die beiden gebürtigen Südtiroler seit der Betriebsgründung 2012 nach biologischen Kriterien. Sie verzichten auf Kunstdünger, setzen stattdessen auf Gründünger. Möglichen Krankheiten ihrer Reben wollen sie von vornherein vorbeugen. "Wir arbeiten nicht kurativ, sondern präventiv", sagt Patrizia. Dazu zählen die ständige Beobachtung der Wetterlage und der Rebstöcke, aber auch viel Handarbeit.

Naturbelassenheit in Garten und Keller

Zwischen den Rebzeilen legt David Oberkofler Blühstreifen mit Klee oder Buchweizen an, den Traktor bringt er nur selten ins Spiel. "Der Boden soll nicht verdichtet werden, sondern aktiv bleiben", betont er. Gebüsche und Hecken am Rand der Weingärten bieten Lebensraum für Insekten und Vögel, die möglichen Schädlingen von Beginn an den Garaus machen sollen. Auch bei der Weinproduktion im Keller wird dem Rebensaft nichts hinzugefügt.

Stammkunden

Biologisch bewirtschaften die Oberkoflers nicht nur ihre Piwi-Reben, sondern auch angepachtete Parzellen, die mit älteren Stöcken gängiger Sorten wie Welschriesling, Zweigelt oder Cabernet Sauvignon bestanden sind. Der wirtschaftliche Erfolg gibt ihnen recht. "Wir haben viele Stammkunden oder Kunden, die durch Mundpropaganda auf uns aufmerksam werden", erzählt Patrizia und David Oberkofler. Immerhin 70 % ihres Weins verkaufen sie ab Hof.

Vielfach prämierte Weine

In der Szene hat der Name Oberkofler einen guten Ruf. "Heuer haben wir wieder dreimal Gold und einmal Silber beim internationalen Piwi-Weinpreis erreicht", ist David Oberkofler stolz. Auch bei österreichischen Piwi-Prämierungen reüssieren die Weine aus Maria Bild regelmäßig. "Aber man kann noch so hoch prämiert sein: Das Wichtigste ist immer, dass ein Wein schmeckt. Darum freut uns jede positive Rückmeldung unserer Kunden", unterstreicht Patrizia Oberkofler.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen