Interview
Südburgenland-Manager: Bis zu 250 Arbeitsplätze im S7-Gewerbegebiet

Werner Unger: "Alle Gemeinden des Bezirks Jennersdorf sollen an dem Gewerbegebiet beteiligt sein."
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  • Werner Unger: "Alle Gemeinden des Bezirks Jennersdorf sollen an dem Gewerbegebiet beteiligt sein."
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Seit vier Jahren amtiert Werner Unger in der Wirtschaft Burgenland als Südburgenland-Manager. Aktuell beschäftigt ihn vor allem das neue Gewerbegebiet, das an der S7-Anschlussstelle zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn entstehen soll.

BEZIRKSBLATT: Was ist das Besondere an dem geplanten Gewerbegebiet an der S7?
WERNER UNGER: Der gemeindeübergreifende Charakter. Neben der Wirtschaft Burgenland (Anm.: Wirtschaftsgesellschaft des Landes) sollen alle zwölf Gemeinden des Bezirks Jennersdorf an den Kosten, aber auch an den Einnahmen beteiligt sein.

Wie weit sind die Vorbereitungen?
Zehn Gemeinden haben bereits die notwendigen Beschlüsse gefasst, Ende Oktober finden noch die ausständigen Gemeinderatssitzungen in Königsdorf und Weichselbaum statt. Eine Umwidmung der Flächen kann erst danach eingeleitet werden.

Wie muss man sich dieses Gewerbegebiet vorstellen?
Es wird an der S7-Anschlussstelle zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn entstehen. Geplant sind 18 Hektar. Wir wollen keine Industrie, sondern in erster Linie Klein-, Mittel- und Handwerksbetriebe ansiedeln. Auch Betriebsentwickler, die eine Fläche bebauen und dann vermieten, sind möglich. Ich rechne mit etwa 80 % neuen Betrieben und 20 %, die aus der Umgebung umsiedeln. Insgesamt reden wir von 200 bis 250 Arbeitsplätzen.

Gibt es schon Bewerber?
Es gibt Anfragen. Aber wir haben das Gebiet bewusst noch nicht aktiv beworben.

Wird Rudersdorf das einzige Gewerbegebiet an der S7 bleiben?
Wir planen, zuerst die Anschlussstelle Rudersdorf zu besiedeln, dann die Anschlussstelle Königsdorf und in einem letzten Schritt die Anschlussstelle Heiligenkreuz. Außerdem gibt es noch freie Flächen im bereits bestehenden Gewerbegebiet Deutsch Kaltenbrunn.

Sie sind vor vier Jahren als Südburgenland-Manager mit der Aufgabe angetreten, neue Betriebe in die Region zu bringen. Was ist Ihnen bisher gelungen?
Ich hatte beispielsweise zu tun mit den Ansiedlungen von ANA-U in Kalch, von Agrar Heiligenkreuz, von Müllverband und WIBEBA in Heiligenkreuz oder dem neuen Raiffeisen-Lagerhaus in Güssing. Viele Verhandlungen habe ich auch geführt im Vorfeld der neuen Pendlerbusverbindungen nach Graz.

Warum sind neue Betriebe so schwer in den Bezirk Güssing zu bringen?
Es fehlt an einem Gesamtkonzept für den Bezirk. Außerdem gibt es wenige Unternehmen, die weder Bahn- noch Schnellstraßenanschluss brauchen. Potenzial hätten sicher die erneuerbare Energie oder eine Kombination aus Landwirtschaft und Forschung.

Wieso gibt es keine Betriebsansiedlungen in den wirtschaftlich schwachen Regionen des Bezirks Güssing?
Ich sehe diese Regionen in erster Linie als Gegend zum Wohnen und für den sanften Tourismus. Es ist aber notwendig, die Pendlerbusverbindungen in diese Regionen zu verbessern.

Werner Unger: "Alle Gemeinden des Bezirks Jennersdorf sollen an dem Gewerbegebiet beteiligt sein."
Hier entsteht die künftige S7-Anschlussstelle bei Rudersdorf, gegenüber sind 18 Hektar Gewerbegebiet geplant.

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