09.11.2016, 02:00 Uhr

Martin, der Mann mit dem Mantel

Das Altarbild in der Pfarrkirche St. Martin an der Raab: Das Ölgemälde zeigt die Mantelspende des Heiligen Martin von Tours an den Bettler, die sich der Überlieferung nach in Amiens zugetragen hat. (Foto: Ernst Mayer)

Der Landespatron des Burgenlandes wurde heuer vor 1.700 Jahren geboren

Martin von Tours, geboren 316 oder 317, wuchs als Sohn eines römischen Militärtribuns in Pannonien im heutigen Ungarn auf. Im Alter von 36 Jahren wurde er 351 von Hilarius, dem späteren Bischof von Poitiers, ge­tauft. Am 4. Juli 372 wurde er zum Bischof von Tours geweiht.

Am 8. November 397 starb Martin im Alter von 81 Jahren auf einer Visite in Candes, einer Stadt seines Bistums. Am 11. November, dem später festgelegten Gedenktag, wurde er beigesetzt. Diözese Eisenstadt und Land Burgenland haben ihn als ihren Landespatron gewählt.

Mantelteilung

Nahezu alle künstlerischen Darstellungen zeigen Martin mit einem roten Offiziersmantel. Die Legenden- bzw. Geschichtsschreibung erzählt davon, dass Martin an einem Tag im Winter am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann begegnet sei. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich.

In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit jenem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte.

Nach dem Empfang der Heiligen Taufe kündigte der Reiteroffizier Martin bei Kaiser Konstantin seinen Militärdienst, um fortan nur noch Jesus Christus zu dienen.

Namensgeber

Drei Orte im Burgenland tragen den Namen des viel verehrten Heiligen: St. Martin an der Raab (Bezirk Jennersdorf), Markt St. Martin (Bezirk Oberpullendorf) und St. Martin in der Wart (Bezirk Oberwart).

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