20.09.2014, 06:54 Uhr

Liebe. Was ist das?

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Wir sind miteinander vernetzt - WIR SIND ALLE EINS
Die Menschen lieben es, sich zu verlieben.
Jedoch ist „Liebe“ ein großes Wort. Es ist das umfassendste Wort in der Sprache.
In jeder Sprache. Also müssen wir uns fragen ….

Was ist Liebe wirklich?
Der Autor M. Scott Peck sagt, dass Liebe eine Entscheidung, keine Reaktion ist.
Sie ist eine Wahl, keine erwidernde Rückantwort.
Dies könnte eins der wichtigsten Dinge sein, was je jemand über dieses Thema zum Ausdruck brachte.

Wahre Liebe ist nie das Resultat dessen, wie eine andere Person schaut, wie sie sich verhält oder mit uns in Beziehung tritt. Sie ist eine Wahl, liebevoll zu sein, egal, wie jener Andere schaut, sich verhält oder mit uns umgeht.

Dies bedeutet nicht, dass uns wahre Liebe dazu auffordert, in einer Beziehung zu verbleiben, die missbräuchlich ist, oder die nicht mehr länger funktioniert, oder die nicht erfüllend ist. Bringe die Wörter „Liebe“ und „Beziehung“ nicht durcheinander. Wir erweisen nicht, dass wir jemanden lieben, indem wir in einer Beziehung verbleiben. Tatsächlich kann es Momente geben, wo wir jemanden zu lieben erweisen können, indem wir ihn verlassen.

Es ist also nicht wahr, Liebe erfordere, dass wir lange, nachdem unser eigenes Glück entschwunden ist, lieben.

Sofern eine Person uns gegenüber missbräuchlich ist, so ist es Missbrauch gegenüber diesem Menschen, ihm zu erlauben, seinen Missbrauch fortzusetzen. Denn, sofern wir die Fortsetzung seines Missbrauchs erlauben, worin leiten wir sie an? Wenn wir es allerdings klarstellen, dass der Missbrauch unakzeptabel ist, was hat die Person dann hinzugelernt?

Sind wir in einer Beziehung nicht mehr länger glücklich, so stehen wir einer der wichtigsten Fragen im Leben gegenüber: Haben wir das Recht, glücklich zu sein?

Die Antwort ist Ja. In einer Beziehung zu verbleiben, in der man nicht länger glücklich ist, da „du gesagt hast, du willst es“, bringt rundum Unglücklichsein hervor. Es ist wohl die Zeit gekommen, dort herauszukommen.

Selbstverständlich, es ist wahr, niemand kann je aus einer Beziehung „herauskommen“. Wir sind stets miteinander in Beziehung, und das Einzige, was sich ändert, ist die Form, die die Beziehung annimmt.

Eine Beziehung kann man nicht beenden, man kann sie nur umgestalten. Denke also nicht in Begriffen des Beendens einer Beziehung, denke in Begriffen, sie umzugestalten. Du möchtest womöglich ihre Form ändern, oder, du möchtest womöglich an der Form festhalten – aber ändere ihren Inhalt.

Der Entschluss, jemanden zu lieben – ihn wahrhaft zu lieben -, ist eine sehr hohe Wahl. Er ist das Anzeichen eines Meisters.

Jemanden als eine „Reaktion“ zu lieben, ist eine andere Art an Erfahrung.
Sie ist das Anzeichen für einen Schüler.

Die Gefahr, jemanden als eine Reaktion zu lieben, besteht darin, dass derjenige, den wir lieben, sich ändern wird. Tatsächlich ist es sicher so, dass er es wird.

Er mag an Gewicht zunehmen oder abnehmen. Er mag seine Persönlichkeit ändern. Er mag seine Vorstellungen über etwas für uns Wichtiges wechseln. Und sofern wir das nicht mögen, was der Andere uns in die Beziehung hinein verbringt, könnten wir auf eine enorme Enttäuschung zuhalten.

Wir kommen somit zu der zweiten großen Wahrheit über all dies: Liebe dreht sich nicht um das, was der Andere dir bringt, sie dreht sich um das, was du dem Anderen bringst. Tatsächlich ist der Zweck aller Liebesbeziehungen, uns mit einer Gelegenheit dafür zu versehen, zu entscheiden und zu erklären, zu verkünden und zum Ausdruck zu bringen, zu werden und zu erfüllen Wer Wir Wirklich Sind.

Dies ist vielleicht eine andere Art, die erste Wahrheit neu zu formulieren, da Wer Wir Wirklich Sind eine Wahl, keine Reaktion, darstellt. Es ist eine Entscheidung, keine Reaktion – obschon es zutreffend ist, dass die Meisten denken, es sei andersherum.

Spreche ich mit jungen Menschen, so sage ich ihnen, dass es zwei Fragen gibt, die mit dem Leben und mit Beziehungen zu tun haben, welche zu stellen jedem förderlich wäre:

Wohin gehe ich?
Wer geht mit mir?

Diese Fragen in der richtigen Reihenfolge zu stellen, ist wichtig. Viele Leute drehen sie um – und haben es für den Rest ihres Lebens mit Leiden zu tun.

Zunächst fragen sie, wer geht in meinem Leben mit mir? Dann fragen sie, wohin gehe ich? Oft ist die Zielwahl durch die Wahl des Begleiters bedingt und in Kompromissen ausgehandelt. Dies kann zu einer sehr beschwerlichen Reise führen...


~ Eine Anmerkung von Neale
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Eva Klingler aus Kufstein | 20.09.2014 | 20:06   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 21.09.2014 | 07:10   Melden
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