14.10.2016, 11:01 Uhr

Einfach näher dran mit Johann Pilz in Neuhaus am Klausenbach

Josef Pilz, Landesobmann der burgenländischen Imker, auf der Aussichtsplattform auf der Burgruine Neuhaus, die einen wunderbaren Rundblick gestattet.

Die südlichste Gemeinde des Landes von ihrer schönsten Seite – mit Johann Pilz hügelauf, hügelab unterwegs in Neuhaus am Klausenbach.

Neuhaus am Klausenbach liegt in 359 m Seehöhe unweit des Dreiländerecks Österreich-Ungarn-Slowenien im Naturpark Raab-Őrség-Goričko und ist die südlichste Gemeinde des Burgenlandes. Sie besteht aus den vier Katastralgemeinden Bonisdorf, Kalch, Krottendorf und Neuhaus am Klausenbach. Lokale Themenwege wie der Grenzland- oder Apfelweg laden zu ausgedehnten Wanderungen mit herrlichen Rundblicken ein.

Johann Pilz führte seine Arbeit, wie so viele Burgenländer, bereits in jungen Jahren in die Bundeshauptstadt Wien. Sein Elternhaus, ein altehrwürdiges Gebäude an der Panoramastraße Nummer 9 kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. 1856 erbaut, war es vorerst Wohnhaus mit großen Weinkellern, später wurde das Gebäude verpachtet und diente der ungarischen Polizei als Kaserne.

Johann Pilz lebt mit seiner Familie in Wien. Aber mindestens drei Wochentage verbringt der leidenschaftliche Imker in Neuhaus am Klausenbach, um, wie er selbst sagt, „seinen Bienen und den Blumen zu huldigen“.

Die Bezirkblätter unternahmen mit ihm eine kleine Rundfahrt. Die Tour führte zuerst zum Ortskern mit seinen zwei Kirchen. Die katholische Pfarrkirche hl. Stephan, König der Ungarn steht unter Denkmalschutz. In unmittelbarer Nähe befindet sich Die evangelische Pfarrkirche A. B., sie ist ein evangelisch-lutherisches Kirchengebäude, welches 1794 als Toleranzbethaus errichtet wurde.

Burgruine

Drei schöne Wanderwege führen zur Burgruine. Diese zeigt einen fünfeckigen Grundriss mit Mauerresten und spitzbogigen Öffnungen. Im Burghof befindet sich eine circa 40 Meter tiefe mit Quadern ausgekleidete Zisterne. Im angrenzenden Wald sind weitere Reste einer Vorburg, eines Grabens und Befestigungen erkennbar. Eine Aussichtsplattform gestattet einen wunderbaren Rundblick.

Schloss Tabor

Weiter ging es über kurvige Waldstraßen zum Schloss Tabor, das seit vielen Jahren durch das Opernfestival „Jopera“ und zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Seit September dieses Jahres wird das Schloss, das um einen Glaspavillon erweitert wurde, das ganze Jahr über bespielt.

Vorbei am Straußenhof, der besonders auf Kinder eine enorme Anziehungskraft ausübt, führte die Rundfahrt zu einer alten Richtstätte nahe der steirischen Grenze. Ein Kreuz erinnert heute an den ehemaligen Galgen, wo Straftäter durch den Strang hingerichtet wurden.

Rundfahrt durch Krottendorf, Kalch und Bonisdorf

Durch tiefe Wälder und über sonnige Wiesen ging die Fahrt weiter nach Kalch, der südlichsten Ortschaft des Burgenlandes. Hügelauf, hügelab führte die Straße dann zum alten Grenzübergang beim Gasthof Mertschnigg in Bonisdorf, der einst Österreich und das ehemalige Jugoslawien trennte.

Warum Johann Pilz wöchentlich den weiten Weg von Wien in seine Heimat auf sich nimmt ist leicht erklärt. "Ich liebe die freundlichen Menschen und auch unsere ausgezeichneten Gastbetriebe, die es mit jeder internationalen Haubenküche aufnehmen können", so Johann Pilz und schmunzelnd fügt er hinzu, "der Unterschied besteht darin, dass diese noch für jeden leistbar sind".



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