25.10.2016, 12:40 Uhr

Gerichtsentscheid: S7-Westabschnitt ist umweltverträglich

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde gegen den positiven UVP-Bescheid für den Westabschnitt abgewiesen. (Foto: ASFINAG)
Der geplante Bau der Schnellstraße S 7 hat eine weitere Hürde genommen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde gegen den in erster Instanz positiven Umweltverträglichkeitsprüfungs-Bescheid für den Westabschnitt zwischen Riegersdorf und Dobersdorf abgewiesen. Das teilte die Autobahngesellschaft ASFINAG mit.

Gegen die erstinstanzliche Entscheidung wurde die ordentliche Revision für unzulässig erklärt, stellte ASFINAG-Baugeschäftsführer Alexander Walcher fest. "Wir können damit die Ausschreibungen für die Baulose finalisieren und wie vorgesehen im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten beginnen. Erster Schritt ist die Errichtung der Baustraße, auf der dann der Großteil des Bauverkehrs abgewickelt wird."

Bereits Anfang Oktober hat das Bundesverwaltungsgericht auch den positiven UVP-Bescheid für den Ostabschnitt zwischen Dobersdorf und der Staatsgrenze bestätigt. Auch für diesen Teil wurde die eingebrachte Beschwerde abgewiesen.

Die Fertigstellung der gesamten S 7 ist laut ASFINAG für 2022/2023 vorgesehen. Sie ist insgesamt 29 Kilometer lang und führt von Riegersdorf an die ungarische Grenze bei Heiligenkreuz. Von dort errichtet Ungarn die Autobahn M 8. Die ASFINAG investiert in diese Verbindung etwa 616 Millionen Euro.

Der 14,8 Kilometer lange Westabschnitt führt vom Knoten Riegersdorf bis Dobersdorf. Die Trasse verläuft nördlich von Großwilfersdorf und Altenmarkt. Zwei Fahrstreifen je Richtung (Gesamtbreite 28 Meter), zwei Tunnel (Unterflurtrasse Speltenbach mit ca. 1 Kilometer, Tunnel Rudersdorf mit etwa 2,9 Kilometer), insgesamt 24 Brücken zwischen zehn und fast 200 Metern Länge sowie Lärmschutzmaßnahmen im Ausmaß von 14.000 Quadratmetern werden errichtet. Die Gesamtkosten belaufen laut ASFINAG auf etwa 471 Millionen Euro.

Der Ost-Abschnitt ist 13,5 Kilometer lang, die Kosten für die Strecke betragen 145 Millionen Euro.
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