15.11.2016, 15:13 Uhr

Heiligenkreuz hat "Registrierungsstraße" für Flüchtlinge bekommen

Am Grenzübergang Heiligenkreuz wird im Bedarfsfall in einer Containerstraße die kontrollierte Registrierung von Flüchtlingen vorgenommen.
Der Flüchtlingszustrom ist zwar seit dem Schließen der Balkanroute deutlich abgeebbt. Aber sollte er durch die labile politische Lage in der Türkei wieder anschwillen, ist die Polizei an der Grenze gerüstet. Bis Anfang Dezember ist die neue Registrierungsstelle am Grenzübergang Heiligenkreuz betriebsbereit.

Kontrolle und Registrierung

34 Container wurden dazu in den letzten Wochen aufgebaut. Hier sollen die Daten aller Fremden, die nicht registriert einreisen, aufgenommen werden. "In der Registrierungsstraße werden Papiere kontrolliert, die Fingerabdrücke genommen, die Personen durchsucht, Fotos gemacht und diverse Datenabgleiche vorgenommen", erläutert Helmut Greiner vom Landespolizeikommando.

Asylanträge werden in Heiligenkreuz zwar angenommen, aber nicht bearbeitet. "Das macht in der Folge das Bundesamt für Asylwesen", sagt Greiner. Wer kein Asyl will und kein Visum oder sonstige Dokumente vorweisen kann, werde nach Ungarn zurückgeschoben.

"Kein Flüchtlingslager"

Bis zu 1.000 Personen können pro Tag abgefertigt und registriert werden. "Die Menschen werden sich hier maximal ein paar Stunden aufhalten. Es handelt sich hier um kein Flüchtlingslager", stellt Greiner klar.

Neben Nickelsdorf im Norden und Heiligenkreuz im Süden wurden noch 14 kleinere Registrierungsstellen eingerichtet, unter anderem in Strem, Moschendorf und Mogersdorf.
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