07.11.2017, 04:30 Uhr

Minihof-Liebau: Von der Arztpraxis ins G'schäft

Allgemeinmediziner Ernst Eicher ist unter die Nahversorger gegangen und plant zudem ein Gesundheitszentrum.

Ernst Eicher stellt seinen Kunden sowohl ärztliche Hilfe als auch Einkaufsmöglichkeiten bereit.

Wer in Minihof-Liebau auf einen Arzttermin bei Allgemeinmediziner Ernst Eicher wartet, kann währenddessen auf der anderen Straßenseite einkaufen oder einen Kaffee trinken. Das Besondere daran: Dem Gemeindearzt gehören sowohl die Praxis als auch das Geschäft gegenüber.

"Meines Wissens bin ich mit dieser Kombination der einzige Arzt in Österreich", schmunzelt Eicher. Seit eineinhalb Jahren ist er mittlerweile auch als Nahversorger tätig, nachdem er das Gebäude der früheren Nah&Frisch- bzw. Schlecker-Filiale gekauft hat.

Regionale Entwicklung ...

"Mir macht es Freude, wenn ich zu einer Entwicklung etwas beitragen kann und wenn ich sehe, dass sich in der Region etwas tut", gesteht Eicher. Die Möglichkeit, im Ort einzukaufen, betrachtet er als "Teil eines ganzheitlichen Zugangs zum gesunden Leben".

... und regionale Lebensmittel

Folgerichtig setzt er bei seinem Warensortiment auf die Faktoren Qualität und Regionalität. "So weit wie möglich führen wir Produkte von lokalen Erzeugern", unterstreicht Eicher. Eier, Milch, Käse, Fleisch, Wurst, Brot, Gebäck, Öle, Gewürze oder Süßwaren kommen aus der näheren Umgebung.

An zwei Kaffeehaustischen können sich Kunden auch zum Jausnen oder Kaffeetrinken niederlassen. Daneben stehen auch Körperpflege- und Gesundheitsprodukte zum Verkauf.

Gesundheitszentrum geplant

Den zweiten großen Schritt plant Eicher für das nächste Jahr. Dann wird nämlich aus dem übrigen Teil des seinerzeitigen Schlecker-Gebäudes ein Gesundheitszentrum. Die Bauarbeiten laufen seit dem Vorjahr.

"Dann wird nicht nur die Arztpraxis übersiedeln, sondern auch Hausapotheke, Massage, Fußpflege, Physio-, Psycho- und Ergotherapie", erzählt Eicher. Angeboten werden diese Dienste zwar schon jetzt im alten Gebäude, aber der Platz für die insgesamt zwölf Bediensteten ist eng. "Statt 85 m2 werden dann 418 m2 zur Verfügung stehen", freut sich Eicher. Sechs Behandlungsräume und drei Therapieplätze plant er.
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