26.03.2017, 21:08 Uhr

Töpfern ist Kunst, Kreativität und Therapie

Im Mutter Teresa Haus entstehen jeden Mittwoch künstlerische Objekte aus Ton.

Jennersdorf (ak). Große und kleine Osterhasen, Blumen, Schilder und vieles mehr erarbeiten die Insassen des Mutter-Teresa-Hauses derzeit mit Keramiker Robert Wahlhütter. Jeden Mittwochvormittag wird getöpfert. "Es ist erstaunlich, was hier alles entsteht, die Kreativität meiner Klienten ist grenzenlos", freut sich Wahlhütter gemeinsam mit seinen Helferinnen Irene Süß und Astrid Perl.

Praktische Produkte

Töpfern ist eine Kunstform, die besonders praktische Produkte hervorbringen kann. Im Gegensatz zu gemalten Bildern oder Fotografien, haben die beim Töpfern entstandenen Werke meist einen hohen Nutzwert. Denkt man alleine an die Vasen, Schalen, Tassen und Teller, die mit diesem kunstvollen Handwerk möglich sind, ist das Töpfern in seinem praktischen Nutzen unter den Kunstformen einzigartig.

Balsam für die Seele

Doch das Töpfern auf die reine Herstellung von Nutzgegenständen zu reduzieren, wird dieser Form der kreativen Betätigung bei Weitem nicht gerecht. Die Sinnlichkeit dieses Handwerks ist sein ganz besonderes Merkmal, dass es von jeder anderen Kunstform unterscheidet. Das Kneten des Tons, sein Formen aus freier Hand oder auf dem Drehteller, der ständige Kontakt zu Wasser und das Streicheln des Materials während der Bearbeitung, sind der reine Balsam für die Seele.

Den Ideen freien Lauf lassen

Idee und Umsetzung und das Fallenlassen jeglicher Hemmnisse liegen bei keiner anderen Tätigkeit so nah beieinander wie beim Töpfern. "Denn es ist auch eine schmutzige Angelegenheit, die keinerlei Eitelkeit oder Hemmung gegen matschige Finger duldet", so Wahlhütter, "beim Töpfern kann der kreative Mensch ganz bei sich selbst sein und seinen Ideen freien Lauf lassen.
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