21.10.2014, 02:30 Uhr

Jennersdorfer Gynäkologie-Praxis wackelt

Gegen die "hausgemachte Ärztekrise" fordern die Jennersdorfer Neos wirksame Rezepte. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Neben der Krankenkassenpraxis eines Allgemeinmediziners ist in Jennersdorf auch die Kassenstelle für Gynäkologie schon seit längerem unbesetzt. Alle bisherigen Ausschreibungen sind erfolglos geblieben.

Ob die vakante Stelle für Jennersdorf erhalten bleibt, ist ungewiss. "Je länger sie unbesetzt ist, umso weniger Bedarf müssen wir annehmen", stellt Thomas Bauer von der burgenländischen Ärztekammer unmissverständlich fest.

Neos sind unzufrieden

Die Neos betrachten die Ärztekrise in Jennersdorf als "hausgemacht”. Sie fordern Anreize, um burgenländische Medizinstudenten für die Arbeit in der Heimat zu begeistern. „Mit Ordinationsräumen oder vorübergehend günstigen Wohnmöglichkeiten können die Medizinstudenten und angehende Ärzte unterstützt werden”, sagt der Jennersdorfer Bezirkskoordinator Hannes Würkner.

Außerdem sollten Kassenverträge an mehr als nur eine Person vergeben werden können. „Ärzte, die nur Teilzeit arbeiten wollen, können eine Kassenstelle nicht gemeinsam antreten. Auch eine gegenseitige Anstellung ist nicht möglich”, kritisiert Hannes Würkner.
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