02.10.2014, 09:11 Uhr

"Retroweibchen"

(Foto: www.profil.at)
Heim an den Herd, raus aus dem Arbeitsmarkt: Warum der Feminismus versagt und das Retroweibchen hervorgebracht hat.
Das Magazin Profil beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe mit dem "Rückfall" von Frauen in alte Familienmodelle.
Ja, man ist echt erschüttert.
"Retroweibchen" sind diese Frauen, die am Herd stehen...



Ach so ist nun die neue Bezeichnung für Frauen wie mich – “Retroweibchen” – es reicht gar nicht mehr für ein “Retroweib” – sie muss noch kleiner gemacht werden!

Diese Aussagen unterstützen das absolute Fehlen von Wertschätzung!

Man wird ja gerne als “Heimchen am Herd” als naiv und blöd angesehen, aber ich sage, es gehört sehr viel Mut und Risikobereitschaft dazu,
sich trotz aller gesellschaftlicher und finanzieller Widrigkeiten dazu zu entscheiden!

Ich finde es sehr schade, dass es keine Wahlmöglichkeit gibt!

Im Moment ist die allein richtige Lösung, das Kind wird so früh wie möglich außerhalb von der Familie betreut – die Kinderkrippe!
Daran werden alle mögliche Energien und Ressourcen geknüpft.
Es wird nur in diese eine Richtung gedacht, wie es 2013, der damalige Familienminister, folgendermaßen ausdrückte:

"Je mehr Kinderbetreuungsplätze wir anbieten, umso besser für die Entwicklung der Kinder.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder aus Kinderkrippen bessere Bildungs-,Entwicklungs- und Zukunftschancen besitzen als Kinder mit nur einer Bezugsperson."

Als ich die Richtigkeit dieser Aussage in einem Schreiben an den Minister anzweifelte, fand er meine “nahezu geifernde Aufregung darüber befremdend” - so hatte er es beschrieben!

Bindung - Bildung - Sankt Martin an der Raab - meinbezirk.at
http://www.meinbezirk.at/sankt-martin-an-der-raab/...

Andreas Henckel,Vorsitzender des KFV sagt:
“Unsere Gesellschaft braucht nicht ein neues Familienbild, dringend notwendig wäre vielmehr, die Vereinbarkeit von Familien –und Erwerbsarbeit neu zu durchdenken,
im Sinne von mehr Nacheinander statt Nebeneinander.”

Der ganze Artikel:
http://www.kath-kirche-kaernten.at/dioezese/newsde...


Was ich mir wünsche ist, dass diese Zeit, die man mit seinem Kind verbringt, nicht als “verlorene” Zeit gesehen wird!
Man erlebt nicht nur die Entwicklung des Kindes mit, man entwickelt sich auch selbst.

Geht es um den beruflichen Wiedereinstieg, hat man in dieser Zeit “NICHTS!!!” gemacht.
Von meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen – solch eine Persönlichkeitsentwicklung, die mir nun möglich wurde,
hätte ich wahrscheinlich im Beruf nie so erfahren können...

Aber darum geht es nicht!

In der Wirtschaft sind sie darauf angewiesen, dass schlecht bezahlte Teilzeitjobs besetzt sind, v.a. von Frauen -
wer würde diese Dienstleister – Arbeiten sonst erledigen??!

Es wird so gerne suggeriert – die moderne Frau hat “Kind und Karriere” unter einen Hut zu bringen!
Welche Karriere ist denn gemeint?!

Solange diese Gehaltsunterschiede bestehen oder sich sogar noch weiter auseinander entwickeln, die gläserne Decke nach wie vor sehr bruchsicher besteht,
wird die Möglichkeit, dass beide Elternteile sich entscheiden können, wie sie für ihre Kinder da sein möchten, nicht bestehen!

Karriere und Kinder - Sankt Martin an der Raab - meinbezirk.at
http://www.meinbezirk.at/sankt-martin-an-der-raab/...

Fazit: Es gibt keine Wahlfreiheit!
Nicht für Eltern im allgemeinen, und auch nicht für die Frau!
Und
Haben wir unsere Kinder, ihre wahren Bedürfnisse und Wünsche überhaupt noch in unserem Blickfeld?
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Franz Schaufler aus Weiz | 02.10.2014 | 09:22   Melden
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Alexander Moser aus Bruck an der Mur | 02.10.2014 | 22:14   Melden
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 03.10.2014 | 05:52   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 03.10.2014 | 07:29   Melden
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Kathrin Petutschnig aus Pinzgau | 03.10.2014 | 22:02   Melden
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Heinz Mauch aus Villach | 05.10.2014 | 17:54   Melden
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 06.10.2014 | 05:39   Melden
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Rosmarie Kohlmann aus Jennersdorf | 30.10.2014 | 07:34   Melden
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