24.10.2017, 04:10 Uhr

Stichwahl in Jennersdorf: Hirczy gegen Deutsch

Bürgermeisterkandidat Reinhard Deutsch von der Bürgerliste JES (Mitte) erhält Unterstützung von Franz Schenk (FPÖ, links) und Peter Mut (SPÖ).

... und im Hintergrund sogar Hans Niessl

Die Bürgermeisterstichwahl in Jennersdorf hat zwar nur zwei Hauptdarsteller, aber viele Mitspieler. Zur Wahl treten Bernhard Hirczy (ÖVP) und Reinhard Deutsch (JES) an, aber die im ersten Wahlgang am 1. Oktober ausgeschiedenen Parteien mischen noch immer mit.

Unterstützung durch FPÖ und SPÖ

FPÖ und SPÖ haben sich zur offiziellen Unterstützung des Bürgerlistenkandidaten entschlossen. "Wir sind überzeugt, dass Jennersdorf mit einem Bürgermeister Deutsch bessere Möglichkeiten als vorher", sagt der designierte FPÖ-Stadtrat Franz Schenk. Seine Partei schickt sogar eine eigene Postwurfsendung aus, in der um Stimmen für den JES-Kandidaten geworben wird.

Die SPÖ werde Schenk nicht nur durch Facebook-Postings unterstützen, sondern ihn auch auf seiner Hausbesuchs-Tour begleiten, kündigt der neue Gemeinderat Peter Mut an.

Zusätzlich kommt Schützenhilfe von allerhöchster SPÖ-Stelle. Deutsch, Schenk und Mut hatten einen Termin bei Landeshauptmann Hans Niessl, bei dem dieser seine Hilfe bekundet hat. "Er hat uns seine seine Unterstützung sowohl für den Bau einer Mehrzweckhalle als auch für das Schwerverkehrs-Fahrverbot durch Rax, Weichselbaum und Mogersdorf zugesagt", berichtet Deutsch.

Hirczy zuversichtlich

Sein Kontrahent strahlt trotz der vereinten Gegnerschaft Zuversicht aus. "Die vielen persönlichen Gespräche mit den Menschen geben mir Kraft und Rückhalt. Mir geht es auch weiterhin, darum, die verschiedenen Interessen zusammenführen, um für Jennersdorf etwas zu erreichen", so Bernhard Hirczy.

Er bedauert, dass der Wahlkampf "sehr persönlich geführt" worden sei. "Ich finde es schade, dass Dirty Campaigning dem Ansehen von Jennersdorf schadet, während wir im Rathaus schon am Budget für 2018 arbeiten."

Um auf die 9 % Wählerstimmen zu kommen, die ihm im ersten Wahlgang gefehlt haben, hofft er aus Stimmen aus allen unterlegenen Lagern. "Ich kann auf Projekte wie Ferienprogramm, Nachmittagsbetreuung, Sammel-Taxi oder Wohnbauanlagen verweisen", betont Hirczy.

Zu seinem Herausforderer Deutsch habe er eine gute Gesprächsbasis, so der Bürgermeister. "Wir kennen uns sehr lange. Reinhard vertritt seit zwölf Jahren die Interessen der Unternehmer und ist in der ÖVP in vielen Gremien und Institutionen mitverantwortlich gewesen."
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