10.09.2014, 09:15 Uhr

Gemeinden sollen auf Golfplatz-Anteile verzichten

Raiffeisen will den defizitären Golfplatz Loipersdorf loswerden, die Gemeinden sollen auf ihre Anteile verzichten.

Verkauf des Loipersdorfer Platzes stößt auf Hindernisse - Jennersdorf lehnt ab

Auf umgerechnet eine Million Schilling soll die Stadtgemeinde Jennersdorf verzichten, wenn es nach den Wünschen der Betreiber des Golfplatzes nahe der Therme Loipersdorf geht. So hoch war nämlich seinerzeit die Summe, mit der sich die Gemeinde am Bau der Anlage beteiligt hat.

Nun soll der Golfplatz seinen Besitzer wechseln. Die Raiffeisenlandesbank Steiermark möchte die Anlage, die seit mehreren Jahren rote Zahlen schreibt, gerne loswerden.

Es gibt auch bereits Interessenten. Rund um den aus Zahling stammenden Energiemagnaten Willi Goldschmidt hat sich ein Konsortium gebildet, das auch schon ein Angebot vorgelegt hat.

Bedingungen für den Kauf

Kaufbedingung ist allerdings, dass die drei Betreibergesellschaften zu einer veschmolzen werden und alle beteiligten Gebietskörperschaften auf ihre seinerzeit gekauften Anteile verzichten. Neben Jennersdorf und Fürstenfeld mit umgerechnet je 72.000 Euro sind auch Rudersdorf und Heiligenkreuz mit je 7.300 Euro sowie das Land Burgenland als stille Gesellschafter mit an Bord.

"Aufgrund der negativen Ergebnisse der letzten Jahre haben die Anteile leider keinen Wert. Der GesmbH & Co KG ist es daher nicht möglich, diese zurückzuzahlen", heißt es in einem Schreiben der Golf-Geschäftsführung an den Jennersdorfer Gemeinderat.

Gemeinderat lehnt ab

Der zeigt allerdings keine Bereitschaft, auf seine 72.000 Euro zu verzichten. Der Beschluss vom vergangenen Donnerstag war eindeutig: "Wir wollen unsere Anteile ausbezahlt haben und verzichten auch auf die Verzinsung. Wenn das nicht möglich ist, bleiben wir eben weiter stille Gesellschafter", fasst Bgm. Wilhelm Thomas den Beschluss zusammen.

Heiligenkreuz und Rudersdorf noch offen

In Rudersdorf und Heiligenkreuz sind bisher noch keine Beschlüsse zum Verzichtsansinnen gefallen. "Es ist aber fraglich, ob wir einfach so unsere Anteile aufgeben werden", sagt der Heiligenkreuzer Bürgermeister Edi Zach.

Die Verhandlungen werden also noch dauern. "Ich hoffe, dass sie bis Ende des Jahres abgeschlossen sind", zeigt sich Kaufinteressent Willi Goldschmidt zuversichtlich.
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