05.07.2017, 01:55 Uhr

Klassischer Familienbetrieb: Weinbau Zieger in Neuhaus am Klausenbach

Am südlichsten Weinbaubetrieb des Burgenlands: Monika, Rosalinde und Martin Zieger, dazu die Töchter Emma und Paula.

Südlicheren Wein gibt's im ganzen Burgenland nicht - Martin Zieger und seine Familie betreiben erfolgreich Weinbau und Landwirtschaft.

Für den südlichsten Weinbaubetrieb des Burgenlandes sind Auszeichnungen fast schon zur Regel geworden. Erst kürzlich erlangte Martin Zieger aus Neuhaus am Klausenbach mit zwei seiner Weißweine Goldmedaillen-Status und schaffte es obendrein als einziger Südburgenländer ins Finale der Landesprämierung.

Beginn im Jahr 2000

Dabei hat der Weinbau im Hause Zieger noch gar keine lange Tradition. "Mein Vater Helmut und ich haben im Jahr 2000 zum ersten Mal hobbymäßig Wein ausgepflanzt", blickt Martin Zieger zurück.

2006 wurde das Hobby zum nennenswerten Standbein des bäuerlichen Familienbetriebs, 2008 folgte der nächste Schritt. Nachdem Zieger junior den Betrieb übernommen hatte, baute er einen Weinkeller samt modernen Verkostungs- und Veranstaltungsräumen für bis zu 70 Personen.

Vom Schwein zum Wein

In früheren Jahren war der Betrieb ein gemischt-agrarischer. Helmut Zieger und seine Frau Rosalinde betrieben Ackerbau, Rinder- und Schweinehaltung. Ab 1995 konzentrierte er sich auf die Schweinezucht. "Der Höchststand waren rund tausend Stück", erinnert er sich.

Heute erwirtschaften die Schweinehaltung und die rund 80 Hektar Getreide-, Kürbis-, Kukuruz- und Sojaflächen rund die Hälfte des Betriebs, die andere Hälfte entfällt bereits auf den Wein, vor allem auf weißen. "Unsere Hauptsorten sind Sauvignon blanc, Muskateller und diverse Burgundersorten, dazu etwas Uhudler und Merlot", zählt Martin Zieger auf.

Aufgabenteilung

Er selbst konzentriert sich auf die technischen Arbeiten in Weingarten und Keller, seine Frau Monika organisiert Weinlese, Verkostungen und Messebeteiligungen. Vater Helmut schupft den Ackerbau, "und meine Mutter als Allrounderin ist für alles irgendwie zuständig", schmunzelt Martin Zieger, der am Hof die bereits vierte Generation bildet. Ab dem nächsten Jahr will er auch Fremdenzimmer anbieten.

Dass es ab und zu Meinungsverschiedenheiten gibt, sei natürlich. "Aber die Zusammenarbeit in der Familie klappt gut. Bei uns gibt es keinen Generationenkonflikt."

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