12.06.2018, 12:30 Uhr

Königsdorf/Limbach: Zwei Nachbarorte haben ihre Nahversorger verloren

Das Lebensmittelgeschäft in Königsdorf ist geschlossen, ...
Zwei Nachbardörfer haben binnen weniger Wochen ihr jeweils einziges Lebensmittelgeschäft verloren.

In Insolvenz

In Königsdorf musste die Betreiberin des Nah-und-Frisch-Ladens laut Bürgermeister Mario Trinkl Insolvenz anmelden. Das Geschäft wurde vom Masseverwalter letzte Woche geschlossen, auch Postpartnerstelle und die Lottoannahme liegen auf Eis.

"Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Betreiber", betont Trinkl, nachdem das Gebäude, in dem das Geschäft eingerichtet ist, der Gemeinde gehört. Die Chancen sieht er als intakt. "Grundsätzlich gehen die Umsätze gut. Über den Sommer werden wir eventuell etwas renovieren, aber ich hoffe, dass wir im Herbst einen neuen Betreiber haben", sagt Trinkl. Post und Lottogesellschaft hätten bereits zugesagt, bei einer Neuübernahme ihre Geschäfte wieder aufzunehmen.

Neues Geschäftsmodell?

Bereits seit Ende April ist Limbach ohne Lebensmittelgeschäft, nachdem die neue Betreiberin nach knapp einem Jahr das Handtuch geworfen hatte. "Wirtschaftliche Gründe" nennt Ortsvorsteher Klaus Weber als Ursache, obwohl die Umsätze über den Prognosen gelegen seien. Das gebäude steht in Privatbesitz, das Inventar wurde vom Verschönerungsverein zur Verfügung gestellt.

Abermals einen privatwirtschaftlichen Betreiber zu finden, hält Weber für unrealistisch. "Es wäre aber zu überlegen, ob man solche kleinen Geschäfte in kleinen Orten als sozialökonomische Betriebe führen könnte", meint er. Ein erstes Gespräch darüber habe es mit Dorferneuerungs-Landesrätin Verena Dunst bereits gegeben.
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