Josefstadt
Der Achte sagt Coronavirus den Kampf an

Besonders ältere Menschen benötigen in Zeiten von Corona Unterstützung.
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  • Besonders ältere Menschen benötigen in Zeiten von Corona Unterstützung.
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Die Josefstadt startet Dachinitiative für Hilfe in Zeiten des Coronavirus. Vereine, Organisationen aber auch Privatpersonen werden aufgerufen mitzuhelfen.

JOSEFSTADT. In kleinen Bezirken wie der Josefstadt ist das nachbarschaftliche Verhältnis sehr gut intakt. Gerade in Zeiten des Coronavirus ist dies ein besonderes Plus. Dennoch bedarf es in besonderen Krisenzeiten einer übersichtlichen Zusammenarbeit.

Daher hat die Josefstadt eine gemeinsame Dachinitiative gestartet. Mit "Gemeinsam Josefstadt – Jetzt zusammenhalten" ruft die Bezirksvorstehung alle Helfer, Vereine und Initiativen zusammen, um gemeinsam dort zu helfen wo es nötig ist. 

Hilfe für Risikogruppen des Coronavirus

Bereits vergangenes Jahr hat die Josefstadt mit einer Initiative "Achtsamer Achter" zu mehr Menschlichkeit und Nachbarschaftshilfe aufgerufen. Damals war noch keine Rede vom Coronavirus. Derzeit bildet diese jedoch eine willkommene Grundlage zur Unterstützung der älteren Generation.

Denn der Leitfaden, der für mehr Achtsamkeit im Umgang mit Nachbarn erarbeitet wurde, dient nun als solcher für die Koordinierung diverser Hilfeleistungen.

Tipps im Alltag in Zeiten von Corona

Genauer gesagt: Die Projektbeauftragte Daniela Martos hat in einem Folder Tipps zusammengestellt, wie Josefstädter sich gegenseitig helfen können ohne nahe persönliche Begegnungen:

  • Da der gemeinsame Stammtisch zum "Achtsamen Achter", dieser war für 20. März geplant, abgesagt wurde, bieten sie und ihr Team telefonische Auskunft. Sie bieten Josefstädtern damit nicht nur eine Informationsplattform, sondern wollen älteren Menschen, die nun möglicherweise von der übrigen Gesellschaft isoliert sind eine Möglichkeit sich mit anderen Menschen zu unterhalten. "Wir hören uns gerne die Sorgengeschichten der Josefstädter an, sind aber auch dankbar für weitere Ideen und Überlegungen wie wir noch besser helfen können," so Martos. 
  • Auch hat die Organisation "Achtsamer Achter" einige Tipps für den Alltag zusammengetragen: Darunter eine Vorlage für "Hilfsbereitschaft im eigenen Wohnhaus", eine Auflistung was zum Beispiel für ältere Personen derzeit schwer zu bewältigen ist und wie man helfen kann (Einkauf, Gespräch, täglicher Telefonkontakt).

Besonder wichtig ist der Organisation "Achtsamer Achter" darauf hinzuweisen, dass auf niemanden vergessen werden darf. Besonders das Miteinander sei derzeit gefragt. Gegenseitiges Zuhören mit altmodischen Telefongesprächen, aber auch der Kontakt per Mail mit Freunden und Verwandten sei derzeit das Um und Auf. Hingewiesen wird auch darauf, dass gerade jetzt soziale Medien eine wichtige Plattform sind.

Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) – nach ihrer dreimonatigen Babypause nun seit Montag, 16. März, wieder im Amt – gibt zu bedenken: "Jede Initiative ist natürlich willkommen, doch um geregelte Hilfestellungen anbieten zu können ist es besonders wichtig, jede einzelne zu melden. Das Rote Kreuz empfiehlt eine Vernetzung untereinander. Zu viele Querschüsse könnten eher kontraproduktiv sein. Somit bieten wir natürlich die Möglichkeit sich unserer Initiative anzuschließen oder aber die eigene in unsere mit einfließen zu lassen."

Josefstädter Initiativen gegen das Coronavirus

Zum Beispiel hat sich das Nachbarschaftszentrum der Wiener Hilfswerks dazu bereit erklärt für Menschen, die zur gefährdeten Gruppe gehören, Besorgungen und Einkäufe zu erledigen. Hierfür werden zahlreiche Freiwillige – Menschen die nicht zur Risikogruppe gehören – gesucht. Das Team ist Montag bis Donnerstag zwischen 11 und 15 Uhr telefonisch erreichbar: 01/ 512 36 61–3411 und nimmt alle Anfragen, ob nun Hilfe benötigt oder angeboten wird, entgegen.

Zur geistigen und körperlichen Auslastung gibt es ebenfalls bereits ein Angebot. Und zwar hat sich die Kung-Fu-Schule Fengbao eine Möglichkeit ausgedacht, um Sport in die Wohnungen der Josefstädter zu bringen. So haben sie unter www.fengbao.at einen Livestream zu diversen Trainingstunden initiiert. 

In den nächsten Tagen wird über die weiteren Initiativen, auch für die Wirtschaft und für Familien und Kinder, im Rahmen von "Gemeinsam Josefstadt" auf der Internetseiten www.mickel.at und www.achtsamer.at sowie auf den Facebook-Seiten www.facebook.com/veronika.mickel/ und www.facebook.com/sorgenetz informiert. Bei Fragen und Interesse, sich an „Gemeinsam Josefstadt“ zu beteiligen, steht die Bezirksvorstehung Josefstadt aber selbstverständlich auch telefonisch zur Verfügung: 01/4000 08119 (Ilona Hadasch, Montag bis Freitag, 8-16 Uhr).

Gemeinsam Josefstadt – Jetzt zusammenhalten ist die Devise im 8. Bezirk und natürlich auch darüber hinaus.

Besonders ältere Menschen benötigen in Zeiten von Corona Unterstützung.
Autor:

Larissa Reisenbauer aus Wien

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