Lange Gasse Josefstadt
Mit Gebell in den Hundehort

Viele Hunde groß und klein werden tagsüber im Josefstädter Hundehort beaufsichtigt.

JOSEFSTADT. Gebell ist nur nach Betätigen der Türklingel zu hören: "Unsere Hunde melden alle brav, wenn jemand kommt. Sonst ist es aber recht ruhig bei uns", erzählt Ursula König, Betreiberin des Hundehorts in der Lange Gasse 58. Beim Reinkommen wird man von etlichen feuchten Schnauzen begrüßt, vom kleinen Mops bis zum langbeinigen Windhund ist vieles dabei, was ein Fell trägt und mit dem Schwanz wedeln kann.

"Bei uns ist es ähnlich wie im Kindergarten: Die Hunde werden von ihren Besitzern in der Früh zwischen 7 und 9 Uhr zu uns gebracht. Am Vormittag machen wir dann unsere Spaziergangsrunden in den Schönborn- oder Hamerlingpark", erklärt König. "Manchmal gehen wir auch bis zur Donaulände hinunter, das kommt auf den Bewegungsdrang unserer Freunde an", ergänzt Mitarbeiter Christian Kettler, während er Mopsdame Lucy auf der Couch hinter den Ohren krault. "Unser Vorteil gegenüber Hundesittern ist, dass die Tiere den ganzen Tag andere Hunde zum Spielen haben und auch immer zwei aus dem Team dabei sind: Die Hunde müssen also keine Sekunde lang alleine bleiben", sagt König und leert eine Bananenkiste mit Bockerln aus. Sofort stibitzen mehrere Vierbeiner die Baumfrüchte und tragen sie eilig davon, um dann darauf herumzukauen.

Der Hundehort ist eine ebenerdige Wohnung mit mehreren großen Räumen: "Bei uns sind eigentlich immer alle Türen offen, die Hunde dürfen in jedem Zimmer spielen oder sich hinlegen", sagt König beim Rundgang.

Zum Ausruhen auf die Couch

Zur Veranschaulichung legt sich Windhund Carlos just in dem Moment auf eine der vielen Hundecouchen: "Carlos hat genug vom Spielen und möchte sich ausruhen. Die anderen respektieren das und spielen alleine weiter", sagt König, während Terrierdame Lotte und Weimaranerwelpe Franzi um ein Bockerl raufen.

In den Hundehort dürfen grundsätzlich alle Hunde. "Nur Listenhunde nehmen wir nicht, weil dann andere Hundebesitzer vielleicht Angst um ihre Vierbeiner hätten", erklärt König. Vertragen sich alle Hunde immer gut miteinander? "Ja, schon. Manchmal gibt es halt kleine Gerangel um Spielzeug – genauso wie im Kindergarten", sagt Kettler schmunzelnd. "In den zwei Jahren, die es uns schon gibt, hatten wir noch keine Verletzten", merkt König an. "Nur mich", wirft der groß und kräftig gebaute Kettler ein, "als sich ein Welpe erschreckt und mich mit seinen Milchzähnen am Finger erwischt hat."

Abholzeit ist von 16 bis 19 Uhr. Warten die Hunde am Nachmittag schon ungeduldig auf ihre Besitzer oder wollen manche lieber dableiben? "Sie freuen sich alle riesig, wenn Frauchen oder Herrchen wieder da ist", versichert König, "aber wir hören oft, dass die Hunde in der Früh schon freudig zu wedeln beginnen, wenn sie mit ihren Besitzern in die Gasse einbiegen, weil sie es kaum erwarten können, wieder hierherzukommen!" Infos: www.hundehortwien.at

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