Neues Buch: Herr Horak will doch nur seine Ruhe

Karoline Cvancara mit ihrem neuen Buch "Horak hasste es, sich zu ärgern" in ihrem Lieblingscafé Hummel, wo sie am 9. April auch aus dem Buch liest
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JOSEFSTADT.Gerade ist Karoline Cvancaras neuestes und drittes Buch erschienen. Es trägt den Titel "Horak hasste es, sich zu ärgern". Auf ihre Titelfigur "Horak", der im Buch auf die Frage "Sie haben ganz gewiss auch einen Vornamen" nur einsilbig "Professor" antwortet, brachte sie ein Besuch in ihrem Lieblingscafé Hummel. "Da saß ein Herr am Nebentisch, der offensichtlich auf jemanden wartete. Als der Jemand dann kam, setzte sich dieser grußlos zu ihm und brummte grantig 'Na, warum ist noch nicht aufgedeckt?!' Gemeint war ein Kartenspiel, zu dem die beiden verabredet waren", erklärt Karoline Cvancara. "Da hat es bei mir Klick gemacht und ich wusste, dieser Mann steht Pate für meinen neuen Romanhelden, der mich dann Tag und Nacht beschäftigte, bis das Buch fertig war."

Aus der zufälligen Begegnung wurde eine zeitlose, humorvolle Geschichte über das Leben und das Individuum. Weil die Josefstädterin das Hummel seit ihrer Kindheit quasi als zweites Wohnzimmer betrachtet, liest die Autorin am Montag, 9. April, um 19 Uhr in ihrem Lieblingscafé aus ihrem neuen Roman.

Kind der Josefstadt

Einen Großteil ihrer Kindheit verbrachte Karoline Cvancara im Plattengeschäft ihrer Eltern in der Josefstädter Straße 99, das dort bis 2009 eine Institution, vor allem für Jazzliebhaber, war. "Neben dem Studium habe ich immer im Geschäft mitgearbeitet, später dann die Zeitschrift 'Jazz and more' gegründet. Dabei habe ich viel über Marketing und Pressearbeit gelernt." Gerade als sie ihre Diplomarbeit schreiben sollte, kam ihr die Schriftstellerei dazwischen. "Ich saß am Computer, wollte mit dem Schreiben der Arbeit beginnen, und was herauskam, war mein erstes Buch", lacht die Josefstädterin. "Alle waren entsetzt, dass ich mit der Schriftstellerei meine Zeit verblödle, aber die Wörter sprudelten nur so aus mir heraus." Ihren Magister hat sie 2004 dann doch gemacht.

Eigener Verlag

Nach ihrer Erstveröffentlichung "Schlaflos" ruhten weitere, bereits fertige Bücher einige Zeit in der Schublade. Nicht nur deshalb hat Karoline Cvancara ihren eigenen Verlag "Wortreich" gegründet. "Meine Erfahrungen als Autorin, etwa bei der Verlagssuche und beim Lekorat, waren dabei hilfreich. Kurz gesagt: Ich wollte es einfach besser machen", sagt sie. Aber es gab noch einen anderen Grund. "2013 hat man bei mir multiple Sklerose festgestellt." Ein Schock, aber andererseits ein Impuls, etwas zu machen, das ihr die Freiheit zur Gestaltung gibt. Eine mutige Entscheidung, aber eine richtige, wie die Erfolge der ersten beiden Jahre zeigen. Ihr neues Buch "Horak hasste es, sich zu ärgern" ist nach "Am Tiefpunkt genial" das zweite, das sie bei Wortreich herausgebracht hat. "Für mich gelten natürlich die gleichen Regeln wie für meine anderen Autoren: Nur ein Buch alle zwei Jahre."
Infos: www.verlag-wortreich.at

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