Papa und die parallelen Buben: Advent, Advent

Martin Wolfram, Zwillingsvater und Unternehmer

WIEN. Rauben und Brandschatzen, darin haben die parallelen Buben im vergangenen Monat reichlich Erfahrung gesammelt. Zuerst sind sie, gut getarnt, von Tür zu Tür marschiert und haben unter Androhung von Gewalt Süßes erpresst, dann sind sie mit der ganzen Kindergartenbesatzung um die Häuser gezogen und haben allen ihre selbst gebastelten Brandsätze gezeigt.

Aber jetzt, wo Halloween und das Laternderlfest vorbei sind, kommt ja die besinnliche Zeit des Jahres. Die parallelen Buben haben für diese gewaltfreie Periode auch schon eine sinnstiftende Beschäftigung gefunden. Bei einem Besuch eines sehr, sehr großen Drogerie-, Spielzeug- und Krimskrams-Marktes hat jeder der beiden einen Spielzeugkatalog erbeutet. Jetzt sitzen sie, mit kindergerechten Scheren ausgestattet, am Wohnzimmertisch und schneiden die Bilder potenzieller Geschenke aus dem Katalog aus, um sie anschließend zu stapeln.

Ich bin hin- und hergerissen: Einerseits ist das natürlich eine gute Übung für die Feinmotorik, andererseits auch eine frühe Prägung ihres Konsumverhaltens. Und wenn sie alles, was sie da so ausschneiden und stapeln, auch bekommen würden, dann hätten Christkind UND Weihnachtsmann alle Hände voll zu tun. Aber zum Glück geht es beim Fest der Liebe ja nicht um Geschenke, sondern darum, dass die Familie zusammenkommt. So wie man zu Halloween Geister vertreibt und zum Lichterlfest eines Heiligen gedenkt. Nur: Wer sagt das den parallelen Buben?

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