Josefstadt
Regenbogenfahne am Volkskundemuseum zerschnitten

Die Flagge am Balkon des Volkskundemuseums wurde zerschnitten.
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  • Die Flagge am Balkon des Volkskundemuseums wurde zerschnitten.
  • Foto: Beitl
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Normalerweise ziert die Regenbogenflagge 365 Tage im Jahr das Volkskundemuseum Wien. Diese wurde jetzt mutwillig zerstört. Doch man lässt sich nicht einschüchtern, eine neue Flagge ist bereits bestellt.

WIEN/JOSEFSTADT. Nach Vorfällen in Vorarlberg in welchen Pride-Fahnen von Kirchen gerissen und angezündet wurden, kam es nun auch im kleinsten Wiener Gemeindebezirk zu einer Zurschaustellung von Hass gegen die LGBTQ-Community. Die Regenbogenflagge, die am Volkskundemuseum in der Laudongasse ganzjährig von dessen Balkon weht, ist zerschnitten worden.

Matthias Beitl, Direktor des Museums, und sein Team lassen sich davon jedoch nicht einschüchtern. Eine neue ist bereits bestellt.

Offen gegen Diskriminierung

Diesen Fakt teilte er nicht nur den Medien mit, sondern stellte sich durch zahlreiche Postings auf Sozialen Medien stark gegen diese Hass-Tat. Auf Facebook zum Beispiel sind diese Zeilen zu lesen: "Wir lassen uns nicht einschüchtern und hängen sie wieder auf. Immer wieder." Und auf Twitter: "Klettert woanders und macht das einfach nicht."

Bis zum Eintreffen der neuen Flagge sind nun Fahnenbilder am Eingang aufgeklebt worden, die weiterhin die Solidarität zur LGBTQ-Community zeigen soll. 

Bezirk unterstützt Museum

Sofort nach bekanntwerden der Tat bot Lena Köhler, Stellvertretende Bezirksvorsteherin (Grüne) an, ihre Flagge vorbeizubringen. Die Sticker waren am Museum jedoch bereits angebracht und neue Fahnen bestellt worden. "Das Volkskundemuseum macht das bunte und diverse der Josefstadt mit ihrer Regenbogenfahne so angenehm selbstverständlich. Und das wird so bleiben. Durch so eine Hass-Aktion lassen sich weder das Volkskundemuseum noch die Bewohnerinnen und Bewohner unterkriegen. Direktor Matthias Beitl und sein Team haben dabei meine vollste Unterstützung", so Köhler.

Sollen mehr Regenbogen-Fahnen im Bezirk platziert werden?

Heinz Vettermann von der SPÖ Josefstadt will den Solidaritätssprüchen auch Taten folgen lassen: "Ich finde die Flaggenvernichtung beziehungsweise Beschädigung inakzeptabel und für die Politik ein Grund zum Handeln. Zum Beispiel könnten doppelt so viele Regenbogenfahnen gehisst werden. Bei der Vorstehung oder auch auf öffentlichen Plätzen wie dem Schlesingerplatz. Homophobie darf in der Josefstadt keinen Platz haben. Auf keinen Fall darf so ein Vorfall einfach schweigend hingenommen werden."

Erste Schritte dazu werden in den kommenden Wochen bereits unternommen. Denn bereits vor der "Flaggenzerstörung" wurde von den Grünen Josefstadt ein Antrag zur Aufstellung von mehr Regenbogenbänken gestellt. Dieser wurde in der Bezirksvertretungssitzung vergangene Woche auch angenommen und wird demnächst im Hamerlingpark, Tigerpark und Schönbornpark umgesetzt. "Ich verurteile die mutwillige Zerstörung der Regenbogenflagge am Volkskundemuseum. Das ist ein Angriff auf die LGBTIQ-Community, den wir in einem offenen, vielfältigen Bezirk wie der Josefstadt nicht unbeantwortet lassen. Wir werden mit den Bänken ein deutliches Zeichen gegen Hass setzen", so auch Bezirksvorsteher Martin Fabisch (Grüne).

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