07.10.2014, 16:43 Uhr

Ausstellung: Kraftquellen gegen Krebs

Beim jüngsten Painting der im Entstehen befindlichen Ausstellung “Schön, ist das Leben” von Heidi Pippan letzte Woche stand der Brustkrebs im Mittelpunkt


Heidi, die 2013 selbst an Brustkrebs erkrankte, hat die Ausstellung „Schön ist das Leben“ konzipiert, die auf den jeweils drei häufigsten Krebsarten bei Männern und Frau basiert, und die inneren Stärken und Kraftquellen, die uns helfen die Krankheit zu besiegen, spektakulär visualisiert.

Die 39-jährige Österreicherin setzt das Projekt gemeinsam mit Bodypainting Weltmeisterin Birgit Mörtl, Fotografin Astrid Knie und Videokünstlerin Deniz Blazeg um. Sechs KrebspatientInnen, die in Therapie sind oder waren, arbeiten diese Stärken mit Heidi in Coachings aus. Die Kraftquellen werden dann audio-visuell dargestellt.

Diesmal wurden die Kraftquellen von zwei Damen, die Brustkrebs hatten, mittels Bodypainting abgebildet (siehe Foto „Jahreszeitenbaum und Blumenwiese“), denn Brustkrebs ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausstellung. „Der Brustkrebsmonat dient v.a. der Prävention durch Früherkennung, doch leider sind nicht alle Fälle dadurch zu verhindern und das Screening greift bei sehr jungen Frauen (noch) nicht“, sagt Heidi, die mit den aktuellen Motiven der Ausstellung erkrankten Frauen “eine Last an eigener Schuld nehmen und so deren emotionalen Blick nach vorne richten will.”

Heidi wünscht sich, dass die Aufmerksamkeit des Brustkrebsmonats hilft, den Fokus auch auf andere Krebsarten auszuweiten. “Sie sind für die Erkrankten mehr als präsent, aber medial viel weniger im Fokus. Daher habe ich meine Ausstellung auf Basis der sechs verbreitetsten Krebsarten konzipiert bzw. sie auf Lebenskrisen ausgeweitet.“

Hier der Trailer zur Ausstellung

Bei der Umsetzung der Ausstellung, die bereits von Krebshilfeorganisationen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Südafrika, Monaco, Australien, Neuseeland und den USA unterstützt wird, stellte sich heraus, dass es bei einigen Krebsarten eine große Herausforderung ist, (vormals) Erkrankte als Teilnehmer zu gewinnen, vor allem aufgrund der Art, Folgen und Schwere der Erkrankung. „Doch mir ist es wichtig, dass es keine normalen Models sind – die Kraft und Tiefe kann nur von wirklich Betroffenen kommen und damit die Glaubwürdigkeit.“
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