03.04.2017, 00:00 Uhr

Aus Diskothek Anaconda wird ein Luxus-Bau

Die Ruinen der ehemaligen Disko in der Mariahilfer Straße 219. Sobald der Schutt entfernt ist, soll der Bau der Wohnungen beginnen.

Baba, Kult-Bar: Der Schwulentreff wird zu einem Wohnhaus umgebaut.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Verrückte Partys gibt es zwar in der Mariahilfer Straße 219 schon länger keine mehr. Doch nun ist es mit der Diskothek Anaconda endgültig vorbei: Aus dem ehemaligen Kult-Lokal soll nun ein luxuriöses Wohnhaus werden. Der Bauträger "DRMI Bau" plant insgesamt 18 neue Wohnungen auf dem Baugrund.
Wie bei den meisten modernen Wohnbauten wirbt auch "DRMI Bau" mit Nachhaltigkeit. "Ausgesuchte Materialien sollen Komfort bieten", heißt es vonseiten der "DRMI Bau". Dachterrassen und Balkone sollen in der City den Freiraum in die Wohnung bringen. Der erste Stock des Gebäudes wird für Büros verwendet.

Im Erdgeschoß kann man sich Geschäftslokale oder einen Supermarkt vorstellen. Die Verhandlungen und die Suche nach einem potenziellen Geschäftspartner sind derzeit im vollen Gange.

Messerstecherei im Klub

Die Diskothek Anaconda hat im Vorfeld für viel Aufsehen unter den Rudolfsheimern gesorgt. Geschlossen, wieder geöffnet: Jahrelang ging es hin und her. Als dann 2014 neu eröffnet werden sollte, kam es zu einem tragischen Zwischenfall: Beim abendlichen Disko-Besuch gerieten zwei junge Rumänen in einen Streit. Der Auslöser dafür war eine gestohlene Geldbörse. Eine heftige Prügelei entbrannte, letzten Endes wurde ein Messer gezogen und zugestochen. Nach der Flucht aus dem Wiener AKH wurde der Täter zwar bereits kurze Zeit später in Ungarn festgenommen. Medial zog der Vorfall dennoch weite Kreise.

Besetzung durch Randgruppe

Doch mit einer Messerstecherei nicht genug: Auch mit Hausbesetzern machte die Diskothek Anaconda Bekanntschaft. Die "Evolutionäre Randgruppe", kurz "Evora", besetzte im Juli 2016 die damals bereits geschlossene Disko. Der Zwischenfall war allerdings nicht von großer Dauer: Nach einigen Tagen und Partys verschwand die Gruppe wieder aus dem Gebäude.

Jetzt befinden sich auf dem Gelände nur noch die letzten Spuren von der ehemaligen Diskothek. Sobald die Abrissarbeiten inklusive Bauschutt-Entfernung abgeschlossen sind, wird mit dem Bau der Wohnanlage begonnen.
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