16.09.2014, 16:35 Uhr

Lange Gasse: Anrainer sind nun am Wort

Agenda-Sprecher Erik Nussbaum sieht in der Begegnungszone einen Kompromiss.

Grätzelbewohner stimmen Ende Oktober über Begegnungszone ab.

JOSEFSTADT. Die Entscheidung über die Neugestaltung der Lange Gasse zwischen Josefstädter Straße und Zeltgasse wird noch dieses Jahr fallen. Ende Oktober stimmen 4.000 Haushalte in der Lange Gasse und im umliegenden Grätzel über die Errichtung einer Begegnungszone in dem 140 Meter langen Abschnitt ab.

"Ja" von Agenda

Für Erik Nussbaum, der sich mit der Agenda Lange Gasse für eine Verkehrsberuhigung im Grätzel und eine Fußgängerzone einsetzt, ist das ein erster Teilerfolg: "Ich werde mit 'Ja' stimmen. Das ist immerhin ein Kompromiss, der mehr Platz für Fußgänger schaffen würde. Ob es dadurch aber wirklich weniger Autoverkehr geben wird, weiß ich nicht."
Experten bezweifeln das: "Eine Begegnungszone ist nicht geeignet, um den Durchzugsverkehr zu verhindern", so Martin Hoffer, Verkehrsexperte des ÖAMTC.

"Nein" zu Fußgängerzone

Für VP-Bezirksvorsteherin Veronika Mickel ist damit die Forderung nach einer Fußgängerzone vom Tisch. "Wir wollen eine Verkehrsberuhigung im ganzen Bezirk. Eine Fußgängerzone würde andere Grätzel mehr belasten." Die Kosten für die baulichen Maßnahmen zur Errichtung einer Begegnungszone belaufen sich auf 350.000 Euro. Auch der Hugo-Bettauer-Platz soll Teil der Zone und neu gestaltet werden.
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