11.06.2018, 14:15 Uhr

Standesamt Josefstadt droht Absiedlung

Mit vereinten Kräften setzt man sich in der Josefstadt für die Beibehaltung des Standesamtes ein. (Foto: BV 8)

Das Standesamt am Schlesingerplatz soll in die Wilhelm-Exner-Gasse im 9. Bezirk übersiedeln. Doch es bildet sich Widerstand.

Dem Standesamt Innere Stadt (zuständig für die Bezirke 1 und 6-9) am Josefstädter Schlesingerplatz droht nach Rathaus-Plänen die Absiedlung. Konkret soll es mit dem Standesamt Margareten (zuständig für die Bezirke 4, 5 und 12) zusammengelegt und in das Gebäude des Bezirksamtes, in der Wilhelm-Exner-Gasse 5, am Alsergrund, verlegt werden.

Das Standesamt im 8. Bezirk ist das zweitgrößte Wiens, besonders beliebt und bietet eine traumhaft schöne Kulisse für Hochzeiten. Gleichzeitig ist es dadurch von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die lokale Gastronomie, den Blumen- und Geschenkehandel und auch für die Fotografie.


Kommissar Zufall

Durch Zufall hat Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) erfahren, dass im Geheimen die Absiedlung des Standesamtes geplant wird. Gemeinsam mit Stefan Smolka, Betreiber des Café Florianihof, welches dem Schlesingerplatz direkt gegenüber liegt, startet die Bezirksvorsteherin nun eine Protestaktion.

„Unser Standesamt muss bleiben, weil es identitätsstiftend für den 8. Bezirk ist. Eine Absiedlung wäre verheerend für die Kunden des Standesamtes und existenzbedrohend für die Gastronomen der Josefstadt. Der Hochzeitstag ist ein besonderer Tag, deshalb appelliere ich an Bürgermeister Ludwig diese bürokratische und gefühllose Entscheidung zurückzuziehen, damit den Wienern dieser traumhaft schöne Ort zur Eheschließung weiterhin zur Verfügung steht“, so Mickel-Göttfert.

Startschuss für Petition

Mit dem Start der Protestaktion fällt auch der Startschuss für die Petition „Das Standesamt muss bleiben!“ Stefan Smolka ist der Einbringer der Petition: „Das Café Florianihof ist ein Traditionscafé, das durch eine Absiedlung in seiner Existenz bedroht ist. Die josefstädter Gastronomie wird durch das Vorhaben massive Verluste einbüßen“, so Smolka. Bezirksvorsteherin Mickel-Göttfert kündigt an, gemeinsam mit den Bewohnern und der lokalen Gastronomie für den Erhalt des Standortes kämpfen zu wollen.

Die Petition kann online unter www.mickel.at runtergeladen und im Original an die Bezirksvorstehung Josefstadt, Schlesingerplatz 4, 1080 Wien, geschickt oder vor Ort unterzeichnet werden.

www.mickel.at
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