Kärnten
Industrie spricht sich für klimaneutrale Energienutzung aus

Timo Springer und Claudia Mischensky sind septisch wenn es um die Erreichung der Klimaziele bis 2030 geht
  • Timo Springer und Claudia Mischensky sind septisch wenn es um die Erreichung der Klimaziele bis 2030 geht
  • Foto: IV Kärnten
  • hochgeladen von Rudolf Rutter

Die Kärntner Industrie zeigt, dass sie in vielen Bereichen, wie Optimierung der Produktion oder Logistik Maßnahmen setzt. Bei der Erreichung der Klimaziele ist man jedoch noch skeptisch.

KÄRNTEN. "Die Kärntner Industrie leistet im Rahmen ihrer Möglichkeiten viel, um die CO2-Belastung zu senken“, sagt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Hauptschwerpunkt ist dabei die Optimierung der Produktion, wo laut Umfrage zwischen 2015 und 2020 54,2 Prozent der Betriebe Maßnahmen gesetzt haben. In den nächsten drei Jahren haben es 50,8 Prozent der Betriebe vor. Fotovoltaikanlagen haben seit 2015 33,7 Prozent installiert und weitere 37,7 Prozent der Betriebe planen dies bis 2023. Auch an den Gebäuden ist viel passiert: von der Wärmedämmung bis zum LED-Licht haben zuletzt 41 Prozent der Betriebe vieles verbessert. Deshalb geht hier das Potenzial für Veränderungen zurück. Nur mehr 18 Prozent planen in den nächsten drei Jahren Maßnahmen. Relativ konstant bleibt die klimafreundliche Logistik bzw. die Umstellung der Rohstoffe ein Thema.

Klimafreundliche Industrie

Laut Springer ist Fazit all dieser Maßnahmen, dass für die Unternehmen insgesamt zu derzeit vertretbaren Kosten nur noch geringes Potenzial an Energieeinsparung besteht: „52,5 Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihr noch zu erzielendes Einsparvolumen auf weniger als 5 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs ein, 25 Prozent auf zwischen 5 und 10 Prozent“, meint Springer. Die Kärntner Industrie ist außerdem in der Selbsteinschätzung klimafreundlicher unterwegs als die internationale Konkurrenz. 59 Prozent der Betriebe meinen laut Umfrage, effizienter als die Konkurrenz zu sein, 40 Prozent gleich effizient.

Maßnahmen entscheidend

Ein entscheidender Faktor sind hier auch die zunehmend langen Amortisationszeiten von weiteren Energiesparmaßnahmen. Für 39,5 Prozent sind sie ein sehr wichtiges Hindernis, für 26,3 Prozent ein wichtiges. Springer spricht es klar aus: „Wollen die Betriebe international wettbewerbsfähig bleiben, dann besteht hier nur die Möglichkeit, diese zusätzlichen Kosten durch entsprechende Förderungen abzufedern.“ Die Umfrage signalisiere aber, dass die derzeitige Förderpraxis weder in der Bürokratie der Abwicklung noch von den Volumina her die dafür nötigen radikalen Veränderungsschritte ermögliche. Springer erneuerte daher die Forderung der IV-Bundesorganisation nach einem eigenen Dekarbonisierungsfonds.

Zweifel bei Klimazielen

Unter den derzeitigen Voraussetzungen sind die Kärntner Industriebetriebe jedenfalls skeptisch, dass die Klimaziele erreichbar sind. Die Umfrage weist aus, dass nur 20 Prozent der Betriebe glauben, dass die im Klimaziel vorgegebene CO2-Reduktion um 55 Prozent bis 2030 erreichbar sei, so Springer. 46 Prozent halten das für unmöglich, der Rest sei unentschieden.
An der Umfrage haben 119 Betriebe teilgenommen, wobei auch Teilantworten möglich waren.

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