Unsere Erde
Sieben Tipps für weniger Müll

Heidemarie Stuck vom SOS-Kinderdorf Moosburg hat tolle Tipps für Familien, um Müll zu reduzieren.
  • Heidemarie Stuck vom SOS-Kinderdorf Moosburg hat tolle Tipps für Familien, um Müll zu reduzieren.
  • Foto: SOS-Kinderdorf
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Tipps zur Müllvermeidung innerhalb der Familie gibt Heidemarie Stuck vom SOS-Kinderdorf Moosburg. Da sind ganz kreative Lösungen dabei!

KÄRNTEN. Wir setzen das Jahr 2020 unter den Themenschwerpunkt „Unsere Erde“. Und auch das SOS Kinderdorf stellt das heurige Jahr unter das Motto "Nachhaltigkeit und Umweltschutz". Für die Leser der WOCHE Kärnten gibt Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin im SOS-Kinderdorf Moosburg, Tipps. Sie weiß, dass sich Einzelpersonen oft machtlos fühlen, was Umweltschutz betrifft. Man fragt sich: "Lohnt es sich überhaupt, wenn ich mich bemühe?"
"Sie können mit Ihrer Familie vielleicht nicht die Welt retten. Aber auch im Kleinen kann man einen Beitrag für einen gesünderen Planeten leisten." Müll zu reduzieren, ist ein Ansatz.

7 Tipps für weniger Müll

1. Bewusstsein schaffen
Der Nachwuchs muss wissen, wie wichtig es ist, Müll zu vermeiden. Sprechen Sie darüber! Beobachten Sie, wie viel Müll bei Ihnen daheim anfällt. Erklären Sie den Kindern auch, wie aufwändig es ist, den Abfall zu beseitigen. In vielen Städten gibt es Kinder-Führungen in Müllverbrennungsanlagen oder auf Mülldeponien. 

2. Gute Jause besser verpackt
Versuchen Sie einmal, auf Alu- oder Frischhaltefolie zu verzichten! Wie wäre es stattdessen mit wiederverwendbaren Jausenboxen? Beim Getränk kann man auf eine Trinkflasche aus Glas oder Alu zurückgreifen. 

3. Reste für später aufheben
Vom Mittagessen bleibt wieder mal was übrig. Aufheben! Statt Frischhaltefolie & Co gibt es Alternativen wie etwa Wachstücher. Man kann diese selbst herstellen und die Kinder einbinden – aus Stoffresten und Bienenwachs. Auch in der Drogerie sind sie erhältlich. Die Wachstücher sind abwaschbar und damit wiederverwendbar. Man kann darin die Schuljause einpacken, ebenso Obst, Gemüse oder Brot.

4. Plastikfrei in die Schule
Wie viel Plastik ist eigentlich in der Schultasche? Viel – Hefteinbände, Schutzfolien, Lineal und Mappen… Doch müssen wirklich alle Bücher foliert werden? Hefteinbände kann man zum Beispiel auch aus altem Geschenkpapier oder Zeitungen anfertigen. Daraus kann sogar ein Klassen-Projekt werden, unter Einbindung aller Kinder, Lehrer und Eltern.

5. Natürlich schön
Kinder lieben Deko – ob zu Fasching, zu Halloween doer zum Geburtstag. Einmal verwendet, landet viel davon entweder im Müll oder verstaubt irgendwo daheim. Warum nicht bei der Deko auf Plastik und Einweg-Artikel verzichten? Vieles lässt sich selbst gestalten – etwa Serviettenhalter oder bunte Engel aus Klopapier-Rollen, selbstgegossene Kerzen, Kastanienmännchen im Herbst oder ein Tisch mit Wiesenblumen, Zweigen oder Zapfen…

6. Ein zweites Leben fürs Matchbox-Auto
Spielzeug steht bei den Kinder-Wünschen oft ganz oben. Aber muss es das auch immer sein? Für Kindersachen gibt es unzählige Tauschbörsen und Second-Hand-Möglichkeiten. Das sollte man nutzen – das Kind sollte regelmäßig Spielsachen ausmustern und stattdessen kann es sich etwas Gebrauchtes aussuchen. 

7. Originell verpackt
Geschenkpapier zum Geburtstag wird gekauft, es landet aber auch schnell wieder im Müll. Wie wäre es, Geschenke in buntes Altpapier wie Zeitungen oder Prospekte zu wickeln? Ebenso als Verpackung geeignet: alte Versand- und Schuhkartons, Flaschen und Einmachgläser. 

Heidemarie Stuck rät Familien: "Seien Sie nicht zu streng mit sich – im Familienalltag wird es kaum möglich sein, die Mistkübel komplett leer zu lassen. Ein Ziel könnte aber sein, Schritt für Schritt weniger Müll zu produzieren und ein Vorbild für unsere Kinder zu sein!"

Übrigens: Auf www.meinbezirk.at/unsereerde kann man selbst einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt leisten!

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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