Tunnelsicherheit im Fokus: Asfinag investiert heuer 75 Millionen!

Der Karawankentunnel wird ab 2018 um eine zweite Röhre erweitert
  • Der Karawankentunnel wird ab 2018 um eine zweite Röhre erweitert
  • Foto: KK/Asfinag
  • hochgeladen von Stefan Plieschnig

KÄRNTEN (stp). Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben Landeshauptmann Peter Kaiser und Asfinag-Vorstand Alois Schedl einen Ausblick auf die Bauvorhaben in der nahen Zukunft. Im Vordergrund soll kärntenweit die Tunnelsicherheit stehen. Im Jahr 2017 investiert die Asfinag 75 Millionen Euro in die Infrastruktur Kärntens. Der Start des Vollausbaus des Karawankentunnels wurde für 2018 angekündigt.

"Unser oberstes Ziel in den nächsten Jahren ist es, die Verkehrssicherheit auf den heimischen Autobahnen zu erhöhen. Der Schwerpunkt wird vor allem die Tunnelsicherheit auf der Südautobahn zwischen Klagenfurt und der Pack sein", klärt Schedl auf. Ab Herbst 2017 werden auf dieser Strecke insgesamt neun Tunnel auf den neuesten Stand der Technik gebracht. In den Sommermonaten bleibt die Autobahn auf diesem Abschnitt bewusst baustellenfrei. Während der Bauzeit wird der Verkehr im Gegenverkehr durch die jeweils freie Tunnelröhre geführt - mittels Section Control soll die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h überwacht werden.

Betroffene Tunnel, A2 Südautobahn

  • Gräberntunnel (Länge: 2,1 km / Investition: 25 Mio. Euro)
  • Donnersbergtunnel (900 m / 15 Mio.)
  • Kollmanntunnel (650 m)
  • Haberbergtunnel (400 m)
  • Tunnel Kreuzergegend (600 m)
  • Bettlerkreuz (350 m)
  • Ehrentalerbergtunnel
  • Falkenberg
  • Lendorf

Zweite Röhre für Karawankentunnel

Auch das größte Kärntner Bauprojekt der kommenden Jahre steht bevor. Schon im Jahr 2018 soll der Baustart für den Vollausbau des Karawankentunnels erfolgen. Gesamt werden für den Neubau der zweiten Tunnelröhre, sowie die geplante Sanierung der bestehenden Röhre etwa 190 Millionen Euro von Seiten der Asfinag investiert. Der Anteil Sloweniens am Neubau beträgt nach Angaben des slowenischen Autobahnbetreibers Dars etwa 150 Millionen Euro. Die Gesamtverkehrsfreigabe beider Tunnelröhren erfolgt voraussichtlich 2023.

Rastplatz, Kreisverkehr und S 37

Voraussichtlich im Maie 2017 beginnen die Arbeiten zur Errichtung eines neuen Rastplatzes in Weißenstein auf eine bereits bestehenden Parkplatz der A 10 Tauernautobahn in Richtung Villach. Rund fünf Millionen Euro werden für den Rastplatz zwischen Oswaldiberg- und Kroislerwandtunnel investiert.

An der Anschlussstelle Wolfsberg Süd bei der Kreuzung der B70a und der St. Thomasser Straße entsteht ein Kreisverkehr, um das Unfallrisiko zu senken. Investition: 1,4 Millionen Euro.

Die etwa 82 Millionen Euro für den anstehenden Sicherheitsausbau der Klagenfurter Schnellstraße S 37 zwischen Klagenfurt und St. Veit sind laut Asfinag-Vorstand Alois Schedl für die kommenden Jahre im Budget der Asfinag eingeplant. Dennoch kann der Baubeginn derzeit nicht seriös abgeschätzt werden, da der Verwaltungsgerichtshof derzeit die Rechtslage überprüft, ob eine UVP notwendig ist.

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