VCÖ
Abbiege-Assistent bei LKW soll Unfälle verhindern

Klagenfurt testet Abbiege-Assistenten für LKW
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  • Foto: Stadtpresse Klagenfurt
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

"Ziel muss sein, dass bereits heuer alle LKW der öffentlichen Hand mit Assistenzsystemen ausgestattet sind", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

KÄRNTEN. Österreichweit gibt es etwa 72.500 LKW und Sattelschlepper. Der "tote Winkel" dieser Fahrzeuge kann vor allem für Fußgänger, Rad-, Moped- und Motorradfahrer lebensgefährlich werden.
Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sollen LKW daher mit einem Abbiege-Assistenten ausgerüstet werden.

Klagenfurt testet Abbiege-Assistenten 

Knapp 40.000 Personen unterstützten bereits eine von Eltern initiierte Petition zur verpflichtenden Nachrüstung von LKW. Die Stadt Klagenfurt reagierte ebenfalls auf einen tragischen Unfall, bei dem ein Junge von einem privaten LKW überfahren wurde.
Der städtische Fuhrpark der Stadt Klagenfurt testet derzeit den Abbiege-Assistenten. Nach dem Probebetrieb soll über eine Umrüstung entschieden werden.

Sicherheitsmaßnahmen rasch umsetzen

Gansterer begrüßt den von Verkehrsminister Norbert Hofer angeregten LKW-Sicherheitsgipfel, der kommenden Dienstag stattfinden soll. Weiters betont der VCÖ-Experte, dass Sicherheitsmaßnahmen anschließend rasch umgesetzt werden müssen.
Unverständnis zeigt er hingegen gegenüber den Plänen der EU. Sie sieht eine Übergangsfrist von sieben Jahren für die Vorgaben für die direkte Sicht für Fahrer vor.
Weiters sieht die EU eine vierjährige Übergangsfrist für den verpflichtenden Einbau von Abbiege-Assistenzsystemen vor. "Es ist völlig unverständlich, dass in einer Zeit, in der selbstfahrende Autos getestet werden, ein vergleichsweise banales technisches System erst in einigen Jahren vorgeschrieben wird. Diese lange Übergangsfrist ist fahrlässig", kritisiert Gansterer.

Verkehrsplanerische Maßnahmen

Gansterer ist außerdem davon überzeugt, dass Städte durch die richtige Verkehrsplanung sehr viel zur Verkehrssicherheit beitragen können. Kreuzungen und Fußgängerübergänge würden durch ein ausgedehnteres Halte- und Parkverbot übersichtlicher werden. Eine Erweiterung des Halte- und Parkverbotes vor Schutzwegen von fünf auf zehn Meter, würde die Sicht auf Fußgänger, insbesondere kleinere Kinder, deutlich verbessern.
Weiters könnten durch Verkehrsberuhigung und niedriges Tempo fatale von Unfällen verhindert werden, so der VCÖ-Experte.

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