Abfallanalyse-Bericht
Kärnten sieht Optimierungsbedarf beim Hausmüll

Umweltreferentin Sara Schaar präsentierte gemeinsam mit Experten der Umweltabteilung und Vertretern der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände den Abfallanalyse-Bericht 2019
  • Umweltreferentin Sara Schaar präsentierte gemeinsam mit Experten der Umweltabteilung und Vertretern der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände den Abfallanalyse-Bericht 2019
  • Foto: Brüo LR Schaar
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

Der Abfallanalyse-Bericht 2019 zeigt, wie es um die "Sammelmoral" der Kärntner bestellt ist und aus welchen Abfall-Arten sich der Hausmüll zusammensetzt.

KÄRNTEN. Gemeinsam mit Experten der Umweltabteilung sowie Vertretern der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände präsentierte Umweltreferentin Sara Schaar heute den Abfallanalyse-Bericht 2019.
"Insgesamt wurden 210 Proben mit einer Gesamtmasse von über 3.000 Kilogramm Abfall analysiert", erklärt sie. Die Proben dafür wurden nach dem Zufallsprinzip aus Abfallcontainern in ganz Kärnten entnommen.

Luft nach oben bei der Trennung

Vieles das in unserem Hausmüll landet, gehört dort nicht hin. Dazu zählen etwa 18.700 Tonnen an Gartenabfällen, die in der Bio-Tonne oder auf einem Komposthaufen besser aufgehoben wären. Rund 14.600 Tonnen Abfall wären außerdem vermeidbar.
Zudem landen jährlich rund 80.000 Kilogramm an Batterien im Hausmüll. Sie enthalten Schwermetalle und bergen aufgrund ihrer Brandgefahr ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Die richtige Entsorgung – im Handel oder Altstoffsammelzentrum – soll etwa durch mehr Aufklärung oder ein Pfandsystem gefördert werden.
Schaar sieht bei der Vermeidung sowie der richtigen Trennung und Verwertung von Abfällen noch Luft nach oben. Besonders bei Lebensmitteln braucht es "mehr Aufklärung hinsichtlich des richtigen Einkaufsverhalten, dem Begriff Mindesthaltbarkeitsdatum, aber auch beim Restl-Kochen", erklärt die Umweltreferentin.

Abfall- und Altstoffbewirtschaftung funktioniert

Generell funktioniert die Abfall- und Altstoffbewirtschaftung in Kärnten gut. Zuletzt konnte auch die Menge an gemischten Siedlungsabfall, also Rest- und Sperrmüll, reduziert werden. Neben der flächendeckenden Entsorgungsinfrastruktur ab Haus, stehen den Kärntnern 85 Abfallwirtschaftszentren in den Gemeinden zur Verfügung.
Auch die Müllverbrennungsanlage in Arnoldstein leistet einen wichtigen Beitrag zur Abfallbewirtschaftung, da sie neben Arnoldstein auch Villach mit Fernwärme versorgt.

21.500 Tonnen an Verpackungen

Jährlich entsorgen die Kärntner rund 21.500 Tonnen Verpackungsmüll. Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung, erklärt, dass Verbraucher dadurch doppelt zahlen: einmal beim Einkauf und einmal bei der Entsorgung. Die Empfehlung lautet daher, dass Einrichtungen für die getrennte Sammlung künftig verstärkt genutzt werden sollen. 
"Derzeit gibt es in Kärnten zwei Sammeltypen, was nicht ideal ist. Ziel ist es, für Kunststoff- und Metallverpackungen einen einheitlichen, klaren Sammeltyp in Kärnten zu etablieren", erklärt Tschabuschnig. Damit würde die Mülltrennung für die Bevölkerung leichter werden.

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