Kernkraftwerk Krško
Kärnten und Steiermark fordern grenzüberschreitende UVP

Das Atomkraftwerk Krško während eines Hochwassers im Jahr 2010
  • Das Atomkraftwerk Krško während eines Hochwassers im Jahr 2010
  • Foto: MORS/wikipedia
  • hochgeladen von Sebastian Glabutschnig

Noch wichtiger wäre eine Stilllegung des slowenischen Kernkraftwerks. Einen kleinen Erfolg im Kampf gegen Krško ortet man heute aber dennoch.

KÄRNTEN. Heute wurde bekannt, dass die slowenische Umweltagentur (ARSO) eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fordert, damit eine Laufzeit-Verlängerung (nach 2023) für das Kernkraftwerk Krško möglich wird. Ein kleiner Erfolg für die Umwelt-Landesrätinnen Sara Schaar (Kärnten) und Ursula Lackner (Steiermark). "Unsere Bemühungen haben Früchte getragen. Wir fordern jedoch ausdrücklich ein grenzüberschreitendes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Genehmigungsplanung samt Umweltbericht der österreichischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird."

Landesrätinnen für Stilllegung

Nach wie vor ist man aber gegen eine Verlängerung der Laufzeit bzw. gegen eine Erweiterung des Kernkraftwerks Krško. "Wir sprechen uns weiterhin für eine Stilllegung aus." Kernkraft sei nicht zukunftsfähig, zu risikobehaftet. Ungeklärt ist auch die Lagerung der Brennstäbe – es muss ein Hochsicherheitslager gefunden werden, dass für Jahrhunderte betreut werden muss. Außerdem ist der Krško-Standort wegen der Erdbeben-Gefahr sehr problematisch.

FPÖ Kärnten: "Tickende Zeitbombe"

Auch die Kärntner FPÖ ist gegen eine Verlängerung der Laufzeit. FPÖ-Chef Gernot Darmann argumentiert: "Laut Seismologen weist Krško von allen Atomkraftwerken Europas das höchste Erdbeben-Risiko auf." Für Darmann eine "tickende Zeitbombe", wenn man allein an das letzte Erdbeben im März 2020 denkt. Das Atomkraftwerk müsse geschlossen werden, es dürfe kein zweiter Reaktor gebaut werden. "Daher muss die EU eine Laufzeitverlängerung und die Errichtung eines neuen Atommülllagers in Krško verhindern und ist zugleich aufgefordert, Slowenien beim raschen Ausstieg aus der Atomkraft und der Forcierung erneuerbarer Energieformen zu unterstützen."

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