Corona-Virus
Kärntner Landtag beschloss Covid-19-Sammelgesetz

Im Kärntner Landtag beschloss das Covid-19-Sammelgesetz  – mit 27 Einzelpunkten.
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Und wir bleiben weiter daheim. Heute tagte der Kärntner Landtag mit weniger Abgeordneten und sollte das "Covid-19-Sammelgesetz", 27 Einzelgesetze, verabschieden, was er auch tat. 
Alle Informationen vom Donnerstag, 9. April.

WICHTIGE INFOS DES TAGES: 

  • von gestern auf heute: 20 Kärntner mehr erkrankt, 25 mehr gesund
  • 295 Todesfälle in Österreich, 5.240 Genesene
  • Corona-Familienhärtefonds mit 30 Millionen Euro dotiert
  • Härtefallfonds für Stornokosten im Schulbereich: 13 Millionen Euro
  • Kärntner Landtag beschloss Covid-19-Sammelgesetz

Aktuelle Corona-Fälle in KÄRNTEN: 366
(Stand: Donnerstag, 9. April, 21 Uhr)

  • Klagenfurt: 77
  • Völkermarkt: 50
  • Villach Land: 46
  • St. Veit: 45
  • Wolfsberg: 41
  • Klagenfurt Land: 37
  • Spittal: 36
  • Villach: 19
  • Feldkirchen: 10
  • Hermagor: 5

Aktuelle Corona-Infizierungen in ÖSTERREICH: 13.244
(Stand: Donnerstag, 9. April, 21 Uhr)

  • Tirol: 3.043
  • Niederösterreich: 2.174
  • Oberösterreich: 2.085
  • Wien: 1.918
  • Steiermark: 1.468
  • Salzburg: 1.143
  • Vorarlberg: 801
  • Kärnten: 366
  • Burgenland: 246

Info: Die Gesamtzahl an Corona-Fällen umfasst alle positiv getesteten Personen inklusive Genesene und Verstorbene.


Landtag hat Covid-19-Sammelgesetz beschlossen

Der Kärntner Landtag hat nun das Covid-19-Sammelgesetz beschlossen, welches rechtliche Grundlagen dafür schafft, dass Kärnten ein Stück weiter durch die Krise kommt. 27 Einzelpunkte (Gesetzesänderungen) wurden beschlossen, nicht immer einstimmig, aber zu einem Großteil. Das Team Kärnten stimmt bei fünf Punkten nicht mit. 

Ein Beispiel für eine Gesetzesänderung ist etwa der Beschluss, dass die Gruppenförderung für Kinderbetreuungseinrichtungen unabhängig von der Gruppengröße bestehen bleibt und dass Gemeinden die Elternbeiträge für Kinderbetreuungseinrichtungen reduzieren können. Ein weiteres ist die gesetzliche Voraussetzung, dass in Spitälern spezielle Abteilungen schnell eingerichtet und Patienten unbürokratisch verlegt werden können, wenn nötig. Nun sind auch Video-Konferenzen öffentlicher Körperschaften (z. B. Gemeinden) möglich, damit sie jederzeit handlungsfähig sind. Bauverhandlungen werden unter Wahrung der Parteienrechte vereinfacht und auch öffentliche Dienstgeber wie das Land Kärnten dürfen zwei Wochen Urlaub für Mitarbeiter einseitig anordnen.

ÖVP-Clubobmann Markus Malle weiter: „Nicht zuletzt helfen wir Unternehmern, die es dringend benötigen. Eine Sonderförderung soll all jenen finanziell unter die Arme greifen, die auf keine andere Förderung Anspruch haben.“

Die ÖVP kündigte weitere Maßnahmen im Landtag an: „Das Covid-Paket ist ein wichtiger erster Schritt für Kärnten und seine Bevölkerung“, sagt Malle. „Diesem muss ein zweiter Schritt folgen – Kärnten braucht ein zweites Covid-Paket. Kärntner Unternehmer und auch die Arbeitnehmer brauchen für die Zeit nach Corona größtmögliche Unterstützung und kleinstmögliche Bürokratie.“

FPÖ-Chef Gernot Darmann hält an seiner Kritik in Richtung Bund fest und brachte dazu einen Dringlichkeitsantrag ein. Er kritisiert das „bewusste Abgehen der Regierung vom Epidemiegesetz, welches eine volle Entschädigung der Unternehmen möglich gemacht hätte“. „Daher brachte die FPÖ heute einen Dringlichkeitsantrag für eine umfassende Entschädigung für alle vom Betretungsverbot infolge der Covid-Maßnahmengesetze betroffenen Unternehmen ein.“ Er erhielt aber nicht die notwendige Dringlichkeit und wurde dem zuständigen Ausschuss zugewiesen.

Darmann freut sich, dass die Forderung der FPÖ nach einer „Covid-Sonder-Wohnbeihilfe“ Zustimmung fand. Damit werden Ein-Personen-Unternehmer, Kleinunternehmer, neue Selbständige und freie Dienstnehmer bei der Wohnbeihilfe berücksichtigt, die nicht durch einen Lohnnachweis oder eine AMS-Bestätigung einen Anspruch auf die Beihilfe nachweisen können.

Aus dem Landtag
Der Kärntner Landtag tagt noch immer. Es sieht fast so aus, als ob jeder Abgeordneter sprechen möchte. Und noch dazu gibt es keine Redezeit-Begrenzung. Zur Abstimmung über die 27 Punkte des Covid-19-Sammelgesetzes kam es noch nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass das Sammelgesetz allgemeine Zustimmung erhält.

Fünf Millionen Euro für Fertigungsstrategien von Schutzbekleidung
Die Ministerinnen Leonore Gewessler und Margarete Schramböck präsentierten gerade den "Strategieplan für Fertigung von Schutzbekleidung in Österreich". Demnach gibt es fünf Millionen Euro für Forschung an jenen Dingen, der momentan im medizinischen Bereich gebraucht werden. 
Mehr dazu:

30 Millionen Euro für Corona-Familienfonds, 5 Millionen für Fertigungsstrategien von Schutzbekleidung

Aktuelle Zahlen um 15 Uhr

Mit 15 Uhr gibt das Gesundheitsministerium 13.138 Infizierte bekannt. Gestern um diese Zeit gab es 12.852 offizielle Fälle. Das macht einen Anstieg von 286 Infizierten.
Aus den Bundesländern: Tirol 2.996 – Niederösterreich 2.169 – Oberösterreich 2.079 – Wien 1.892 – Steiermark 1.458 – Salzburg 1.134 – Vorarlberg 800 – Kärnten 365 – Burgenland 245.

In Kärnten waren es gestern um 15 Uhr 353 Fälle.

Weltweit wurden nun 1.498.833 Fälle vermeldet.

Klagenfurt: Aufruf wegen Schutzmasken war erfolgreich
Die Stadt Klagenfurt hat gestern einen Aufruf gestartet, dass lokale Produzenten Angebote für Mund-Nasen-Schutz einreichen sollen. Bis heute sind 40 Angebote eingegangen, etwa ein Viertel davon von Personen und Firmen aus Klagenfurt. Die Masken sollen für Mitarbeiter des Magistrats verwendet werden. Heute wird die Auftragsvergabe abgeschlossen. Man will vorwiegend Klagenfurter Anbieter berücksichtigen. Weitere Angebote werden derzeit nicht benötigt.

Test-Material reicht noch eine Woche
Kärnten kommt – mit Stand heute – noch rund zehn Tage mit dem derzeit zur Verfügung stehenden Material für Corona-Tests aus. Eine Test-Kits-Lieferung ist aber für nächste Woche angekündigt. 

Landtagssitzung läuft
Derzeit läuft die Landtagssitzung. Der FPÖ-Klub bringt nun eine Dringlichkeitsanfrage ein. Es geht um Schutzausrüstung für Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. Die Dringlichkeit wurde einstimmig zuerkannt. Am Ende der Landtagssitzung werden die vielen Einzelfragen von Gesundheitsreferentin Beate Prettner beantwortet.

Totenbeschauärzte bekommen Schutzkleidung
Die Kärntner Totenbeschauärzte sollen nun Schutzmäntel und -masken erhalten. Das läuft über das Land Kärnten, obwohl die Österreichische Gesundheitskasse zuständig wäre. Außerdem sollen Visitenärzte auch Einsätze in Pflegeheimen machen können. 
Vom Bund sollen wieder 160.000 FFP2-Masken für ganz Österreich für niedergelassene Ärzte und 70.000 für Krankenhäuser kommen, welche über das Rote Kreuz verteilt werden. 
Auch im Landesdienst sollen ab nächster Woche Masken getragen werden, wo die Abstände nicht eingehalten werden können oder bei Parteienverkehr. Vordringlich sollen allerdings Anliegen telefonisch oder per E-Mail eingehen. Es gibt ab nächster Woche wieder eingeschränkten Dienstbetrieb wie vor der Karwoche.

Ab Dienstag: Die Altstoff-Sammelzentren öffnen wieder
Unter strengen Auflagen sind ab Dienstag, 14. April, die Altstoff-Sammelstellen Nord und Süd in Klagenfurt wieder geöffnet. Auch die Sperrmüllabholung ist wieder in Betrieb. Wie das funktioniert, lest ihr hier!

Klagenfurt: Volksküche wird für Selbstabholer geöffnet
Ab Dienstag, 14. April, öffnet auch die Volksküche in Klagenfurt wieder – für Selbstabholer. Gegen Vorbestellung (0463/537 – 53 53 oder volkskueche@klagenfurt.at) kann man Hauptspeise samt Dessert in der Volksküche abholen. Essen vor Ort geht natürlich nicht. 
Ab sofort kann man telefonisch vorbestellen – von Montag bis Freitag, 8 bis 13 Uhr, samstags von 9 bis 13 Uhr. Die Essensausgabe erfolgt dann Montag bis Freitag zwischen 11 und 13.30 Uhr, samstags von 11 bis 12.30 Uhr. 
Der Preis für Stadtkartenbesitzer beträgt 1,05 Euro, sonst 4,12 Euro. Bitte den genauen Betrag mitbringen!

SPÖ Kärnten für Erhöhung des Arbeitslosengeldes und Vermögenssteuer
Heute hielt die SPÖ Kärnten den Landesparteivorstand per Video-Sitzung ab. Man tritt für eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens (derzeit 55 Prozent) ein – und für eine Vermögenssteuer für Erbschaften und Schenkungen über einer Million Euro. Diese hatte ja Vizekanzler Werner Kogler vorgeschlagen, von der Bundes-ÖVP wird sie abgelehnt.  

Desinfektionsmittel auf Wasserbasis bei Spar
Nach Ostern wird es ausschließlich bei Spar Kärnten ein Desinfektionsmittel auf Wasserbasis zu kaufen geben. Das Produkt ist alkoholfrei, umweltfreundlich und hautverträglich.
Zum Beitrag!

Caritas-Projekt zur Fertigung von Schutzmasken

Durch ein neues Beschäftigungsprojekt der Caritas Kärnten werden Mund-Nasen-Schutzmasken gefertigt – auf Bestellung für Unternehmen. Erlöse kommen von Armut betroffenen Menschen zugute – einerseits stillt damit die Caritas ihren Eigenbedarf an Masken, andererseits gibt es Masken für armutsbetroffene Kärntner. "stoff.werk.klagenfurt" nennt sich das Nähprojekt, das nach Ostern startet. "Wir wollen mit den Masken nicht nur auf die aktuelle Nachfrage nach Masken reagieren, sondern auch Menschen in Beschäftigung bringen. Der Preis wird von der Bestellmenge abhängen, aber auch, ob uns Stoffe zur Verfügung gestellt werden oder wir diese zukaufen müssen", erklärt Projektleiterin Christina Staubmann. 
Die Caritas bittet in diesem Zusammenhang um Stoffspenden, Ikea Klagenfurt hat zum Beispiel schon eine Spende zugesagt. Unternehmen und private Spender sind aufgerufen, Stoffreste in der Sandwirtgasse 2 in Klagenfurt abzugeben. 
Wer mitnähen will, kann Mund-Nasen-Schutz in der Caritas-Zentrale abgeben.
Mehr Infos zum Projekt: Judith Oberzaucher, 0676/31 95 820 oder freiwillig@caritas-kaernten.at

Von der ÖVP gibt es heute Masken für alle
Vor der heutigen Sonderlandtagssitzung stellt ÖVP-Clubobmann Markus Malle allen Parteien im Landtag Schutzmasken zur Verfügung – in der jeweiligen Fraktionsfarbe. Die Stoffmasken wurden von der Villacher Firma "Edelschwortn" hergestellt. 

Die Clubobmänner mit den von der ÖVP gesponserten Masken für die Landtagssitzung: Gernot Darmann (FPÖ), Markus Malle (ÖVP), Andreas Scherwitzl (SPÖ, stellvertretender Clubobmann) und Gerhard Köfer (Team Kärnten)
  • Die Clubobmänner mit den von der ÖVP gesponserten Masken für die Landtagssitzung: Gernot Darmann (FPÖ), Markus Malle (ÖVP), Andreas Scherwitzl (SPÖ, stellvertretender Clubobmann) und Gerhard Köfer (Team Kärnten)
  • Foto: ÖVP Kärnten
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Verbund baut unter Corona-Bedingungen: Größte Flussbaustelle Kärntens bis zur Schneeschmelze fertig
Für Sanierungsarbeiten wurde Drau unterhalb der Wehranlage Rosegg-St. Martin trockengelegt. Die Flussbaustelle wird bis zum Einsetzen der Schneeschmelze fertiggestellt. Wichtiges Draukraftwerk Annabrücke nach Modernisierung wieder am Netz.
Zur Story!

Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen, Friseure schon
Anfang Mai können Friseure wieder öffnen. Kosmetik- und Nagelstudios noch nicht. Diese Regelung ist für Raffaela Dulle von der Beauty-Werkstatt in Klagenfurt alles andere als logisch.
Zur Story!
Und auch die Landesinnung versteht diese Regelung nicht – mehr dazu!

Kärntner Landesversicherung: KFZ-Zulassungsstellen öffnen am 14. April
Kärntner Landesversicherung erwartet bei der Öffnung der KFZ-Zulassungsstellen am Dienstag, 14. April, großen Ansturm. Man sollte nicht gleich am ersten Tag kommen und Geduld mitbringen.
Zur Story!

CHS Villach fertigt Schutzmasken
Lehrer des Centrums Humanberuflicher Schulen (CHS) in Villach arbeiten an Schutzmasken (Handarbeit) für die Bildungsdirektion und das Land Kärnten, genauer für den sonderpädagogischen Dienst.

Bleiburg: Mund-Nasen-Schutzmasken bei "Halbautomat" erhältlich
In der Bahnhofstraße in Bleiburg sind Mund-Nasen-Schutzmasken im Gassenverkauf erhältlich. Diese werden aus alten Dirndlstoffen genäht.
Mehr dazu hier!

Wichtige Zahlen aus Österreich

Todesfälle, 10.30 Uhr: 295 (plus 22 seit gestern)

  • Steiermark: 69
  • Wien: 62
  • Tirol: 53
  • Niederösterreich: 47
  • Oberösterreich: 29
  • Salzburg: 20
  • Vorarlberg: 7
  • Kärnten: 5
  • Burgenland: 3

Genesene, 10.30 Uhr: 5.240 (plus 728 seit gestern)

  • Tirol: 1.552
  • Oberösterreich: 1.075
  • Niederösterreich: 747
  • Vorarlberg: 509
  • Salzburg: 432
  • Steiermark: 367
  • Wien: 304
  • Kärnten: 173
  • Burgenland: 81

Das bedeutet 7.470 aktiv Infizierte in Österreich. Die Zahl der aktiv Erkrankten nimmt ab, weil die Zahl der Genesenen jene der Neuinfektionen übersteigt. 294 Corona-Infizierte mehr seit gestern (8 Uhr), dem gegenüber stehen 728 seit gestern Genesene.

Bisher wurden 126.287 Corona-Tests durchgeführt (gestern: 120.755).
Die Zahl der Hospitalisierten ist laut Anschober stabil – derzeit liegt sie bei 1.086 Personen (gestern: 1.096), 266 davon liegen auf einer Intensivstation (gestern: 267).

Viele leiden unter Vereinsamung

Nun gab es eine Pressekonferenz zu "Corona-Familienhärtefonds und Schulsozialpaket" mit den Bundesministern Christine Aschbacher, Rudolf Anschober und Heinz Faßmann.
Anschober sprach von den sozialen Auswirkungen der Corona-Krise. Vielfach ist es Vereinsamung. Menschen sollen sich nicht scheuen, das Corona-Sorgentelefon unter 142 bei Problemen anzurufen.
"Aus der Gesundheitskrise von heute darf keine soziale Krise von morgen werden", so Anschober. 
Er erinnerte an Hilfsmaßnahmen im Sozialbereich: das 100-Millionen-Euro-Paket für die Pflege, keine Abschaltungen von Strom, Gas oder Wasser, Mietrückstände sind gerichtlich nicht einforderbar, befristete Verträge können verlängert werden, es gibt derzeit keine Delogierungen. Und, so Anschober: "Es gibt nun kein Abgleiten von Arbeitslosigkeit in die Notstandshilfe. Die entsprechenden Monate werden nicht angerechnet!"
Auch die Bundesländer setzen Maßnahmen gegen drohende Armut – etwa in den Punkten Wohnbauförderung, Hilfe in besonderen Lebenslagen …

Corona-Familienhärtefonds 

Für sozial schwache Familien gibt es nun einen Corona-Familienhärteausgleich, dotiert mit 30 Millionen Euro. Familienministerin Aschbacher konkretisierte: "Der Familienhärtefonds richtet sich zum Beispiel an Familien, die von Arbeitsplatz-Verlust oder Kurzarbeit betroffen sind, oder Selbständige mit Umsatzeinbußen." Beantragen können ihn Eltern, die bis 28. Februar eine Beschäftigung hatten und durch "Corona" arbeitslos geworden sind oder nun in Kurzarbeit sind. Aber auch Familien mit Kindern, die Familienbeihilfe beziehen. Es ist eine Einmalzahlung, die Obergrenze ist das Gehalt vor der Corona-Krise.

Aschbacher nannte zwei konkrete Beispiele:

  • Familie mit zwei Kindern, Nettoeinkommen von 3.000 Euro, Vater verliert Job, Nettoeinkommen liegt bei nur noch 2.100 Euro. Dann gibt es einmalig 780 Euro für drei Monate – auf einmal ausgezahlt – also 2.340 Euro. 
  • Alleinerziehende Mutter, zwei Kinder, hat 1.400 Euro im Monat, jetzt in Kurzarbeit. Sie bekäme 140 Euro mal drei – 420 Euro einmalig.

Anträge können ab 15. April beim Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend eingehen. Dort wird ein ein Formular geben.

Härtefallfonds für Stornokosten im Schulbereich

Faßmann berichtete von rund 7.000 abgesagten mehrtägigen Schulveranstaltungen. Viele Schulen oder Eltern sehen sich nun mit Stornokosten konfrontiert. Der Härtefallfonds für Stornokosten (13 Millionen Euro) ersetzt die Stornokosten für abgesagte mehrtägige Schulveranstaltungen zu 100 Prozent, unabhängig vom Einkommen des Betroffenen. Abgewickelt werden die Anträge über den OeAD (Österreichische Austauschdienst). Nach Ostern werden alle Schulen konkret über das Prozedere informiert, ab 20. April soll es konkrete Informationen geben, welche Unterlagen einzureichen sind, ab 27. April soll das Formular online sein. Wenn möglich, sollen die Anträge gesammelt über die jeweilige Schule erfolgen.

Leihgeräte für Bundesschüler

Faßmann betonte auch, dass österreichweit mit Distance Learning nicht alle Schüler von sechs bis 14 Jahren erreicht werden – 6,8 Prozent nicht. Ursache dafür ist auch, dass keine Endgeräte für den digitalen Unterricht zur Verfügung stehen. Da will man ansetzen. Der Bund schafft nun für die Bundesschulen (AHS, berufsbildende mittlere und höhere Schulen) Notebooks und Tablets, 12.000 Geräte, an und gibt sie leihweise an betroffene Schüler weiter – bis Schuljahresende. 5,5 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen. Bis Ende April/Anfang Mai sollen die Geräte zur Verfügung stehen. 

Arbeiterkammer Kärnten will Leute fit für Videotelefonie machen
Statt einem Osterbesuch nutzen viele nun die Videotelefonie, um mit der Familie und Freunden in Kontakt zu kommen. Aber wie das Ganze funktioniert, ist vielen nicht klar. Auf www.akdigicheck.at gibt es nun einfache Lehrvideos, wie Videotelefonie funktioniert, etwa über WhatsApp, Skype oder Facetime. 

Wichtige Zahlen aus Kärnten

Die neuesten Zahlen:

  • Corona-Tests gesamt: 5.573 (+ 374 von gestern auf heute)
  • 361 Infizierte (+ 20)
  • 32 im Krankenhaus (- 1)
  • 19 stationär aufgenommen (- 2)
  • 13 auf Intensivstation (+ 1)
  • verstorben: 5 
  • genesen: 173 (+ 25)

Das bedeutet, dass es zwar 20 Fälle mehr gab, aber 25 Gesunde mehr. Momentan sind demnach 183 Menschen in Kärnten noch aktiv erkrankt. 
48 Prozent der bisher infizierten Kärntner sind wieder genesen.

Die aktuelle Aufteilung: 48 Prozent der bisher erkrankten Kärntner wieder genesen (9 Uhr)
  • Die aktuelle Aufteilung: 48 Prozent der bisher erkrankten Kärntner wieder genesen (9 Uhr)
  • hochgeladen von Vanessa Pichler


ÖAAB-FCG: "Corona-Härtefonds auch für Kärnten!"

"Die AK Tirol und die AK Vorarlberg haben die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erkannt. Durch die unbürokratische Soforthilfe mit haftungsgestützten Kleinkrediten für in Not geratene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, einem Wohnkostenzuschuss und dem Härtefonds zeigen sie vor, dass keine Arbeitnehmerin und kein Arbeitnehmer in dieser Krise zurückgelassen wird. Es wäre wünschenswert dieses Modell auch in Kärnten umzusetzen und damit einen Solidaritätsbeitrag zu leisten", fordert nun ÖAAB-FCG-Vorsitzender Christian Struger. Er tritt für einen "nationalen Schulterschluss der Arbeiterkammern" ein.

Wo die Wirtschaft am meisten unter Corona leidet
Auf Basis einer Branchentypologie und der Branchenstruktur der jeweiligen Bundesländer hat das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) dargestellt , in welchem Ausmaß die einzelnen Bundesländer von der COVID-19-Krise betroffen sind.
Zur Wifo-Analyse!

Corona-Fotoprojekt mit dem Motto "Daheim bleiben"
Der Klagenfurter Fotograf Arnold Pöschl dokumentiert die Isolation von Familien und Singles in Zeiten der Corona-Krise. Sehenswerte Fotos hier!

Der 8-Uhr-Vergleich zum Vortag

Wie sieht die Entwicklung der Corona-Fälle (insgesamt) heute aus?

Österreich:
Gestern um 8 Uhr 12.675 Infizierte – heute 12.969. Das sind 294 Fälle mehr oder plus 2,32 Prozent (gestern: 2,78 %). Kärnten liegt diesmal leider stark darüber.

Die Fälle teilen sich folgendermaßen auf die Bundesländer auf: Tirol 2.931 – Niederösterreich 2.151 – Oberösterreich 2.048 – Wien 1.878 – Steiermark 1.434 – Salzburg 1.129 – Vorarlberg 794 – Kärnten 361 – Burgenland 243.

Kärnten:
Gestern verzeichneten wir zu diesem Zeitpunkt 341 Corona-Fälle. Im Verlauf des Tages bis heute um 8 Uhr kam es wieder zu einem größeren Anstieg von 20 Fällen auf 361! Das ist der größte Anstieg seit langer Zeit – 5,87 Prozent. Auf die Zahl der wieder Genesenen warten wir noch. 

Der Verlauf der letzten Woche (immer um 8 Uhr):

  • 2. April: + 17 Fälle (+ 6,12 %)
  • 3. April: + 5 Fälle (+ 1,69 %)
  • 4. April: + 7 Fälle (+ 2,33 %)
  • 5. April: + 3 Fälle (+ 0,98 %)
  • 6. April: + 9 Fälle (+ 2,9 %)
  • 7. April: + 10 Fälle (+ 3,13 %)
  • 8. April: + 12 Fälle (+ 3,65 %)
  • 9. April: + 20 Fälle (+ 5,87 %)

Weltweit wurden 1.484.811 bestätigte Fälle gemeldet.

Der tägliche Vergleich um 8 Uhr

Lese-Spaß in Corona-Zeiten
Im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf hat sich jemand etwas sehr Nettes einfallen lassen. Hier werden Bücher verschenkt. Top!

Eine freundliche Geste in Waidmannsdorf (Klagenfurt)
  • Eine freundliche Geste in Waidmannsdorf (Klagenfurt)
  • Foto: Strutzmann
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Neue Plattform für kleine Betriebe in der Krise
Das Corona-Virus hat die Wirtschaft schwer getroffen, vor allem auch Dienstleistungsbetriebe wie selbständige Physiotherapeuten, Ernährungs- und Unternehmensberater, mobile Friseure oder Kosmetiker… Der Förderverein Wirtschaft Kärnten will nun vor allem diesen Betrieben neue Hoffnung geben – mit www.alles-macher.at. Es ist eine digitale Dienstleistungsplattform für alle Kärntner und österreichischen Unternehmen. "Ganz besonders für die vielen tausend Ein-Personen-Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe, die vom schlagzeilenträchtig präsentierten Milliarden-Hilfspaket von Bundesregierung und Wirtschaftskammer nicht aufgefangen werden", erklärt Wirtschaft-Kärnten-Vorstandsmitglied Alfred Trey, Vizepräsident der Wirtschaftskammer.

Wirtschafts-Kärnten-Obmann Horst Kandutsch zu den Vorteilen der Plattform: "Auf der Plattform www.alles-macher.at können sich Unternehmen registrieren, selbst einen Shop anlegen, über diesen dann auch ihre Produkte anbieten und über das System direkt abrechnen. Wir bringen also die Anbieter von Dienstleistungen mit Kunden nicht nur zusammen, sondern ermöglichen ihnen auch gleich unkompliziert und direkt Verkauf bzw. Kauf von Produkten an!"

Die Teilnehmer müssen dafür nicht bezahlen, die Plattform ist kostenlos. Man spare damit rund 5.000 Euro, denn so viel kostet die Einrichtung eines gleichwertigen Webshops normalerweise. Der "Subshop" kann auch auf der eigenen Website eingebettet werden. Die Produkte, die angeboten werden, sollten digitale Produkte (zum Beispiel Gutscheine für Zeiteinheiten) sein, die der Kunde dann, wenn es wieder möglich ist, einlösen kann. 
Auf der Plattform ist es auch möglich, um Finanzierung, etwa Crowdfunding, anzufragen. 

Riefen Alles-Macher-Dienstleistungszeit-Börse ins Leben: Alfred Trey und Horst Kandutsch
  • Riefen Alles-Macher-Dienstleistungszeit-Börse ins Leben: Alfred Trey und Horst Kandutsch
  • Foto: Wirtschaft Kärnten Förderverein
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Kärntner Covid-19-Gesetz heute im Landtag

Um 13 Uhr findet heute eine Sitzung des Kärntner Landtages statt – ohne Fragestunde oder Aktueller Stunde. Es werden aus Sicherheitsgründen auch nur 24 statt 36 Abgeordnete teilnehmen. Thema ist ausschließlich der Beschluss des "Kärntner Covid-19-Gesetzes". Damit sollen beispielsweise die Bezugsbedingungen für die Wohnbeihilfe vereinfacht werden bzw. als Berechnungsgrundlage das Einkommens des letzten Monats herangezogen werden.

Gestern bereitete uns die Bundesregierung auf einen Sommerurlaub in Österreich vor. Reisefreiheit wird es so bald nicht geben. Minister Heinz Faßmann stellte seine Pläne für die Matura vor: Die schriftliche Matura findet am 25. Mai statt. Die mündliche Matura entfällt. 

Die wichtigsten Nummern für Sie

Bei Verdacht auf Erkrankung: 1450 – 24 Stunden

Bei allgemeinen Fragen (AGES): 0800 555 621 – 24 Stunden

Kärntner Nummer für allgemeine Corona-Gesundheitsfragen: 050 536 53 003 – Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

Kärntner Nummer für freiwillige Helfer: 05 09 144 20 20 – Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

Hilfsangebote in den Bezirken:
schautaufeinander.meinbezirk.at

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Die Woche zum Nachlesen

Wichtige Nummern für Auskünfte rund um die Uhr:

  • AGES-Infoline Coronavirus: 0800 555 621 (bei allgemeinen Fragen)
  • Gesundheitshotline 1450 (bei Symptomen)
  • Hotline der Wirtschaftskammer für Unternehmer: 05 90 90 4 - 808

Weitere Infos:
www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus

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