Straßenbau
Über 200 Straßen-Baustellen 2020 in Kärnten

Landesrat Martin Gruber setzt 2020 seine Straßenbau-Offensive fort.
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  • Landesrat Martin Gruber setzt 2020 seine Straßenbau-Offensive fort.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Bettina Knafl

35 Millionen Euro stehen heuer für den Straßenbau des Landes zur Verfügung. Der Fokus liegt aber auch auf der Sanierung von Brücken. Erstmals gibt es ein eigenes Budget für Radwege.

KÄRNTEN. Straßenbau-Referent Landesrat Martin Gruber setzt seine Offensive im Straßenbau fort und hat dafür heuer 35 Millionen Euro zur Verfügung (2018: 25 Mio. Euro; 2019: 30 Mio. Euro). Unbedingt notwendig, denn: "Wir haben in Kärnten seit Jahren einen immensen Investitionsstau und demzufolge einen großen Sanierungsbedarf bei unserer Straßen-Infrastruktur. Viele Straßen und Brücken sind in einem desolaten Zustand. Hier zu investieren und die Befahrbarkeit zu verbessern, ist nicht nur für die vielen Pendler enorm wichtig, sondern auch ein Standortfaktor für Kärntens Wirtschaft."

Hohe Wertschöpfung

Nicht zuletzt lösen die im Straßenbau eingesetzten Mittel vor Ort ein mindestens um 1,5 Mal höheres Investitionsvolumen aus, so Gruber. Regionale Firmen erhalten den Großteil der Aufträge, die nach Bestbieter-Prinzip vergeben werden. Auf ganz Kärnten bezogen bedeute ein Baubudget von heuer 35 Millionen Euro eine Wertschöpfung von mindestens 52 Millionen Euro.

Nicht nur bauen, auch planen

2020 stehen mehr als 250 Maßnahmen – das sind über 200 Baustellen – an, allein im Frühjahr werden rund 40 Vergaben ausgeschrieben. Im Bauprogramm sind auch 14 Lärmschutz-Maßnahmen inkludiert.
Aber auch Planungen für zukünftige Projekte kommen hinzu – etwa für den Rückbau der B 70 Packer Straße (Start: 2021).

Die Landesstraßen 2020

Die meisten Sanierungen heuer betreffen Landesstraßen der Güteklasse 3 (Bewertung nach Schulnoten von 1 bis 5), denn so setzt man die Mittel äußerst effektiv ein. Gruber: "Wir können damit verhindern, dass sich der Straßenzustand weiter verschlechtert und so in die Güteklasse 4 oder in weiterer Folge 5 rutscht."
Ein Vergleich: Pro Kilometer kostet die Sanierung einer Landesstraße der Güteklasse 3 zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Bei Güteklasse 4 sind es schon 400.000 bis 500.000 Euro, bei 5 bis zu einer Million. 

Beispiel-Projekte 2020

Welche Straßen kommen heuer beispielsweise dran?

  • B 109 Wurzenpass Straße:
    Sanierung eines sehr desolaten Abschnittes Kehre – Mauth (ab Mai), weitere Abschnitt folgen 2021. Kosten heuer: 400.000 Euro.
  • B 95 Turracher Straße, Kreuzung L 47 bis Aich:
    komplette Fahrbahn-Sanierung ab Sommer, Kosten: 350.000 Euro.
  • L 47 Ossiacher Tauern Straße, Waldstrecke:
    Generalsanierung zwischen Kerschdorf und Köstenberg ab Spätsommer, Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro (heuer werden 400.000 Euro investiert). 
  • L 149 Koralm Straße:
    1,2 Kilometer Teilstück wird ab Sommer saniert (Maildorf – Rieding), Gesamtkosten: 1,2 Millionen Euro (heuer: 650.000 Euro)

Die Brücken 2020

Doch auch elf Brücken kommen heuer dran und deren Sanierung ist besonders kostenintensiv, da komplex. Knapp 7,9 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Weitere sechs Brücken-Projekte werden für die Umsetzung 2021 geplant.
Kärnten verfügt über 1.743 Brücken, 669 davon weisen die Güteklassen 3 oder 4 auf. Auf der B 111 Gailtal Straße wird 2020 die Brücke Oberring neu gebaut, um eine Engstelle zu entschärfen (Kosten: 1,95 Millionen Euro). Der Baustart ist für den April angesetzt, im Herbst soll die neue Brücke für den Verkehr freigegeben werden.
Ein weiteres Projekt ist die Draubrücke Feistritz/Drau (L 30 Glanzer Straße). Schon am 27. Jänner beginnt die Generalsanierung um 5,25 Millionen Euro, die zu 90 Prozent das Land trägt (den Rest zwei Gemeinden). Bis Jahresende wird sie dauern und macht eine Totalsperre notwendig. -ein Umleitungskonzept wurde ausgearbeitet.

Beim Baustart des Wörthersee-Südufer-Radweges im November 2019: LR Martin Gruber mit Projekt-Bearbeiterin Bettina Steiner und Bauamtsleiter-Stellvertreterin Michaela Waldhauser (rechts)
  • Beim Baustart des Wörthersee-Südufer-Radweges im November 2019: LR Martin Gruber mit Projekt-Bearbeiterin Bettina Steiner und Bauamtsleiter-Stellvertreterin Michaela Waldhauser (rechts)
  • Foto: Büro LR Gruber
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Die Radwege 2020

Erstmals gibt es heuer auch ein eigenes Budget für Radwege – 2,5 Millionen Euro. Die Highlights aus diesem Topf:

  • Radweg durch die Lieserschlucht:
    Die Vorarbeiten des 3,6-Millionen-Euro-Projekts haben bereits begonnen. Heuer investiert das Land 1,3 Millionen Euro, im Frühjahr geht es mit dem Bau weiter.
  • Lückenschluss Wörthersee-Südufer:
    In Etappen wird an dem Lückenschluss gearbeitet (Gesamtkosten: 1,8 Millionen Euro). 2020 wird der Abschnitt Maiernigg um 450.000 Euro gebaut.
Landesrat Martin Gruber setzt 2020 seine Straßenbau-Offensive fort.
Beim Baustart des Wörthersee-Südufer-Radweges im November 2019: LR Martin Gruber mit Projekt-Bearbeiterin Bettina Steiner und Bauamtsleiter-Stellvertreterin Michaela Waldhauser (rechts)
Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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