Wirtschaftsbericht
Kärnten erzielt stärkstes Wachstum im Bundesländervergleich

Präsentation des Wirtschaftsberichtes mit LR Zafoschnig und LHStv.in Schaunig
  • Präsentation des Wirtschaftsberichtes mit LR Zafoschnig und LHStv.in Schaunig
  • Foto: Büro LHStv. Schaunig
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Der Wirtschaftsbericht zeigt, dass Kärnten im bundesweiten Vergleich aufholt und das stärkste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer erzielt.

KÄRNTEN. LHStv. Gaby Schaunig präsentierte gemeinsam mit LR Ulrich Zafoschnig die Zahlen für die Kärntner Wirtschaft. Beide zeigen sich dabei äußerst positiv und freuen sich eine positive Bilanz ziehen zu können.

Kärnten holt auf

Der Bericht zur Wirtschaftslage 2017/18 wurde vom Kärntner Institut für höhere Studien und wissenschaftliche Forschung (KIHS) in Zusammenarbeit mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt erstellt.
Laut diesem Bericht liegt Kärnten in vielen Bereichen über dem österreichischen Durchschnitt und konnte im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich aufholen. Ein Grund dafür sind, laut Schaunig, die makroökonomischen Entwicklungen.

Positiv für Arbeitsmarkt

Der positive Trend der Kärntner Wirtschaft schlägt sich auch auf den heimischen Arbeitsmarkt nieder. So kann etwa ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden.
Besonders erfreulich ist für Schaunig, dass dies auch für die Jugendarbeitslosigkeit gilt. Für sie ist diese positive Entwicklung ein klares Zeichen an junge Menschen, dass man ihnen auch in Kärnten eine Perspektive bieten kann. 

Export steigt

Zafoschnig hob besonders die Exportquote 2017 hervor, die ein Plus von 7,8 Prozent verzeichnen konnte und rund 70.000 Arbeitsplätze sichert. Aufgrund dessen will die Kärntner Landesregierung die Exportwirtschaft Kärnten in jedem Fall weiter vorantreiben.
Etwa durch die Exportoffensive gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Kärnten fortführen. In diese fließen circa vier Millionen Euro vom Land und der Wirtschaftskammer. Das Ziel ist es neue Märkte für Kärntner Unternehmen zu eröffnen.

Bauwirtschaft

Ein weiterer markanter Wachstumsbereich ist die Kärntner Bauwirtschaft. Diese konnte ein Plus von 11,3 Prozent erzielen und im ersten Halbjahr 2018 rund 460 Millionen Euro erwirtschaften.
Der Bereich Tiefbau profitierte hier unter anderem stark von der Straßenbauoffensive des Landes. In Summe betragen die öffentlichen Bauinvestitionen etwa 967 Millionen Euro, wovon rund 449 Millionen vom Land Kärnten selbst investiert wurden.

Hypo/Heta-Lösung

Die Hypo/Heta-Lösung trägt zusätzlich zum positiven Wirtschaftstrend bei. Besonderen Einfluss hat sie auf das Rating Kärntens, also die Außensicht auf das Bundesland. Durch sie konnte das ursprüngliche A3 Rating von 2011 zurückgewonnen werden.
Dieses Rating bedeutet, dass Investitionen in den Wirtschaftsstandort Kärnten als sichere Anlage gewertet werden und das Ausfallrisiko vernachlässigbar ist.

Technologieland Kärnten

Im Jahr 2017 konnten durch die Breitbandoffensive insgesamt 90 Gemeinden mit Festnetz-Breitband versorgt werden. In dieser Legislaturperiode will das Land Kärnten weitere 60 Millionen Euro in diese Offensive investieren.

Tourismus

Die Strategie für den Kärntner Tourismus geht ebenfalls auf, so Zafoschnig. Hier setzt man vor allem auf Qualität in den Betrieben und Natur-Aktiv-Tourismus. So konnte im Jahr eine Anstieg bei den Nächtigungen von1,6 Prozent erzielt werden und Kärnten verzeichnete erstmal wieder mehr als 13 Millionen Nächtigungen.

Zukunftsaussichten

Schaunig erklärt, dass es für die Zukunft drei besonders wichtige Themenbereiche gibt auf die sich die Landesregierung konzentrieren will.
So soll trotz Einsparungen durch den Bund die Straßenbauoffensive, die Digitalisierung mit dem Breitband-Ausbau und der Sozialbereich weiter gefördert werden.
In diesem Zusammenhang gibt es gemeinsame Projekte mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF). Etwa das Lieferantenentwicklungsprogramm und die Digitalisierungs-Infotour. 
Weiters will man Forschungskooperationen, wie etwa mit der Joaneum Research oder den Silicon Austria Labs, intensiveren. Bis 2022 will man so eine Forschungsquote von vier Prozent erreichen.

FPÖ: Lage besorgniserregend

FPÖ Klubobmann Gernot Darma sieht die Entwicklung der Kärntner Wirtschaft nicht ganz so positiv. Für ihn profitieren die Kärntner zwar vom derzeitigen Aufwärtstrend, er ist jedoch der Meinung, dass der Bundesländervergleich beim Thema Wirtschaft für Kärnten nicht sehr positiv ausfällt.
Als besonders besorgniserregend empfindet er die Abwanderung junger Menschen in andere Bundesländer. Die SPÖ-ÖVP Regierung setzte hier keine Maßnahmen.
Auch die Arbeitslosenrate sei im Vergleich mit dem Rest von Österreich in Kärnten immer noch deutlich höher, so Darmann. Zusätzlich mache sich der Fachkräftemangel bemerkbar, der ebenfalls in Verbindung mit der Abwanderung gut ausgebildeter junger Kärntner steht.

Autor:

Kathrin Hehn aus Kärnten

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