Weltmilchtag
Milchwirtschaft in Kärnten: heimische Produkte statt ausländische Rohstoffe

Auf Kärntens Milchbauern ist Verlass!
  • Auf Kärntens Milchbauern ist Verlass!
  • Foto: Paul Gruber
  • hochgeladen von Julia Dellafior

Anlässlich des heutigen Weltmilchtages, soll auf die Versorgungssicherheit dank heimischer Milchbauern aufmerksam gemacht werden. In der Milchwirtschaft gebe es jedoch immer größer werdende Herausforderungen, wie die Eigenmarkenpolitik im Lebensmittelhandel und schwankende Milchpreise. 

KÄRNTEN. Auch in Corona-Zeiten haben die Kärntner Milchbauern die Bevölkerung mit heimischer Milch versorgt. Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler sehe diese Versorgungssicherheit jedoch gefährdet, denn: Im Jahr gebe es durchschnittlich rund 50 weniger Milchbauern. Die produzierte Milchmenge bleibe zwar stabil, teile sich aber somit auf immer weniger Betriebe auf. Auch die Preisschwankungen bei den Milch-Preisen, stellen eine große Herausforderungen für die Milchbauern dar. So würden die Betriebskosten schneller steigen als die Milchpreise, wodurch Milchbauern zunehmend unter Druck geraten und Investitionen sorgfältiger zu überlegen sind.


Ausländische Rohstoffe in Eigenmarken

Mitverantwortlich für diese Entwicklung sei auch der Lebensmitteleinzelhandel, vor allem die Eigenmarkenpolitik, so Mößler. Bei Trinkmilch würden Bauern nur mehr 30 Prozent des Konsumentenpreises bekommen, wodurch es für die Bauern immer schwieriger wird, die steigenden Produktionskosten zu decken. Vor allem kleine Betriebe haben es schwer, wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei Eigenmarken des Lebensmittelhandels komme die Milch meist aus dem Ausland, wodurch die heimischen Milchbauern auf ihren Produkten sitzen bleiben würden. Mößler zeigt zum Thema Eigenmarken scharfe Kritik: „Im Kampf um Marktanteile spielt die Herkunft anscheinend keine Rolle mehr. Das tut den Kärntner Milchbauern weh und gefährdet langfristig die Versorgungssicherheit!“ Er appelliere daher an den Handel, ausländische Rohstoffe zu verbannen und auf heimische Produkte zu setzen.

Autor:

Julia Dellafior aus Klagenfurt

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