16.11.2017, 14:19 Uhr

Reif für die Kochinsel – die moderne Küche

Andreas Mittendorfer vom KREATEAM kennt die Küchentrends
In den 50er-Jahren schwangen die Hüften zum Rock ’n‘ Roll, heute kann man mit einem Hüftschwung leichtgängige Schubladen schließen. In den 60/70ern drehte sich Vinyl auf Plattenspielern, heute dämpft es als Bodenbelag den Trittschall von Kindern, Hundekrallen und Stöckelschuhen. Während früher die Schrankwand im Wohnzimmer die Gäste beeindruckte, sorgen heute glänzende Frontdekore von Markenküchen und Kochinseln, die in der Raummitte thronen, für den Wow-Effekt.

KIRCHDORF (mach): „In der Küchenplanung dominieren helle, offene Räume“, weiß  Andreas Mittendorfer vom KREATEAM, „Wohnraum und Küche sind zu einer Einheit verschmolzen“. Küchen sind heutzutage weit mehr als nur der Boxenstopp für die Nahrungsaufnahme. Apropos Boxenstopp: „Nach der legendären Rennstrecke Le Mans ist eine Eckschranklösung benannt“, so der Tischlermeister, „durch eine perfekte Kurventechnik wird dabei der Platz optimal ausgenützt“. Während im Rennsport Fliehkräfte auf die Fahrer wirken, lassen die mit Zentrifugalkräften ausgestatteten Dunstabzüge im Ceran- oder Induktionsfeld Gerüchen keine Chance. Durch Kameras in Kühlschränken lässt sich von unterwegs nachschauen, wie viel Liter Milch noch vorrätig sind. Und per WLAN übers Smartphone ist der Guglhupf im Dampfbackofen rechtzeitig zum Kaffee fertig. Moderne Küchen haben sich zu Hightech-Kommunikationszentralen etabliert.

Schön und praktisch

Dabei soll allerdings die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen: Das Arrangement aus alten Töpfen auf dem Herd, der gleichzeitig als Ofen und Wäschetrockner diente, die nostalgische Eckbank, auf der die Leute eng zusammenrückten und Suppen aus leicht verblassten Goldrandtellern löffelten, wäre heute eine Watsche für jeden Küchendesigner. „Moderne Küchen zeichnen sich durch eine Kombination von interessanten Materialien und Oberflächen aus“, erklärt Mittendorfer, „gelederte Steinplatten bewähren sich sehr gut als Arbeitsflächen, sie sind wasserfest und leicht zu reinigen“. Raffiniert gesetzte LED-Spots rücken die winterweißen Hochglanzfronten kombiniert mit Glas und Aluminiumrahmen ins richtige Licht. Rissige, von Ästen durchzogene Tischplatten aus Eichenholz dienen als Kontrast und bringen die Natur in die Wohnküche. Auch kulinarisch geht der Trend zum Kochen mit naturbelassenen Produkten: mit heißem Dampf lassen sich Speisen schonend garen und backen, das Gemüse behält dabei den Großteil der Vitamine. Das KREATEAM schont die Umwelt, indem es ausschließlich mit heimischen Betrieben zusammenarbeitet, „die Möbelbeschläge kommen aus Vorarlberg, die Gläser aus Schlierbach“. Rückwände aus Glas ohne Fugen erleichtern das Putzen ebenso wie ebenflächige Koch- und Spülfelder und fingerabdruckslose Oberflächen – gar nicht oberflächlich sind die inneren Werte der modernen Küche: hinter Türen einzeln ausziehbare, von oben zugängliche Schubladen lassen das beschwerliche Bücken und in Unterschränken- Herumkriechen der Vergangenheit angehören. „Bei der Planung lassen sich rückenschonende Bewegungsabläufe durch optimale Anordnung von Arbeitsflächen, Stauräumen und Geräten vorab simulieren“, demonstriert Andreas Mittendorfer am Computer.

Auch bei der Küchenproduktion hat die Digitalisierung Prozesse vereinfacht und beschleunigt - „Dadurch kann das KREATEAM maßgeschneiderte Möbeln zum gleichen Preis wie die Möbelhäuser anbieten“, bilanziert Mittensteiner, „wobei es bei uns eine Lösung für den gesamten Wohnbereich und die Zufriedenheit der Käufer als ‚Zusatzausstattung‘ gibt“.
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