Wandern in Oberösterreich
Hoch über der Höss - der Schrocken

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Bei dem derzeitigen Sommer muss man das Wetter bzw. die schönen Tage ausnutzen ... wer weiß, wie der kommende Herbst wird.
Und Weihnachten kommt eh viel zu schnell.

HINTERSTODER. Also Rucksack und Wanderschuhe ins Auto, hinein ins Steyrtal und mit der Gondelbahn rauf auf die Hutterer Böden, hinunter zu der Talstation der Hössbahn wird gewandert, dann geht es weiter rauf mit dem Sessellift zur Bergstation der Hössalm auf 1827m.

Für den ersten Abschnitt unserer Wanderung nehmen wir einen Teil des Alpin-Rundweges im Uhrzeigersinn in Angriff. Dieser bringt uns bis zum Schafkogel (1990m). Hier verlassen wir die Höss-Alpin-Runde, welche wir rechts liegen lassen und folgen der Beschilderung Nr.217 auf den Schrocken.

Der Schrocken und sein Grat

Der Weg führt nun etwas fallend zur Einstiegsscharte am Fuße des Schrockengrates.

Nach etwa 1 Std. Gehzeit ist der Einstieg erreicht und der imposante Grat ist nun genauer zu erkennen. Das Wetter war diesmal nicht gerade einladend und starker Nebel zieht um die Gipfel der Warscheneckgruppe.
Aufgrund mehrerer ausgesetzter Stellen, die jedoch durch Seile und Trittlinge versichert sind, ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit eine unabdingbare Voraussetzung.

Die erste halbe Stunde verläuft steil durch einen Geröllweg. Erreicht man nun die ersten seilversicherten Grattürme, wird es anspruchsvoller.
Am seilversicherten Grat staut es sich ein wenig. Der ca. 6. Bergsteiger vor uns verschwindet schon im Nebel, dass irgendwie ein interessantes, aber mulmiges Gefühl aufkommen lässt.

Der feuchte Nebel und die dadurch kühleren Temperaturen veranlassen uns, die Regenjacken anzuziehen.
Leichte Kletterpassagen bringen uns langsam aber stetig bergwärts.

Der Roland-Felsen

Schon bald kommt man zur Schlüsselstelle dieser Wanderung, dem Roland-Felsen, benannt nach Roland Klopf, der hier bei Wartungsarbeiten tödlich verunglückt ist.

Seile und in den Felsen betonierte Trittlinge aus Metall dienen der Absicherung, da man sich über eine kleine Felsspalte hangeln muss, bei der es in beide Richtungen steil und weit abwärts geht.

Immer wieder taucht "Gegenverkehr" aus dem Nebel auf, sodass ein Vorankommen ein wenig erschwert wird.
Der weitere, teilweise sehr schmale Weg ist mittels Seile versichert und lässt sich so relativ „problemlos“ meistern.

Nach den seilgesicherten Passagen gilt es nun nur noch einen steilen Weg, der sich in Serpentinen Richtung Gipfel windet, zu erwandern. Dieser befindet sich direkt am Grad zwischen Warscheneck und Hochmöbling.

Ein starkes Naturschauspiel

Und dann erreicht man diesen Grat und den Gipfel des Schrocken (2281 m) mit seiner atemberaubenden Aussicht.

Dieser Grat stellt eine interessante Wetterscheide dar. Hier heroben streiten Nebel und Sonne um die Vorherrschaft und bescheren uns ein besonderes Naturschauspiel.

Der anspruchsvolle Anstieg ist diesen Blick absolut wert!

Wir genießen unsere Gipfeljause samt Getränk und beobachten dieses spektakuläre Schauspiel der Natur.

Der Abstieg ist ident mit dem Aufstieg und wirkt, bei Sonnenschein, gleich weniger spektakulär.

Der Adlerhorst auf einer Felskante
Kurz vor dem Schafkogel nehmen wir nun wieder die Höss-Alpin-Runde und wandern zur Aussichtsplattform „Dachsteinblick“, die wie ein Adlerhorst auf einer Felskante thront. Wieder bewundern wir die grandiose Aussicht auf die Bergwelt.

Etwa 50 hm tiefer erreichen wir über blumenreiches Almengebiet den Schafkogel-Speichersee, den wir halb umrunden. Der Schafkogelsee mit dem Bergmassiv des großen und kleinen Priel im Toten Gebirge im Hintergrund bietet einem eine fast kitschige Kulisse.

Zuletzt machen wir uns nun auf den Weg hinunter zu den Hutter Böden und treffen uns dort mit Freunden im Höss-Salettl. Bei einem hervorragenden Almgröstl und einem kühlen Bier lassen wir den Tag genussvoll ausklingen.

Weitere Details

und die GPX-Datei zum Nachwandern gibt es auf unserer Homepage unter „die2Nomaden.com“.


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