Bürgermeisterwechsel
Erste Bürgermeisterin in Kirchdorf

Vera Pramberger ist die erste Bürgermeisterin in Kirchdorf.
  • Vera Pramberger ist die erste Bürgermeisterin in Kirchdorf.
  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Ab 1. April 2020 ist Vera Pramberger (SPÖ) Bürgermeisterin in Kirchdorf. Sie folgt auf Wolfgang Veitz (SPÖ), der aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist.

KIRCHDORF (sta).  Elf Jahre lang war Wolfgang Veitz (63) Bürgermeister in der Bezirkshauptstadt. Interimistisch übernimt jetzt Vizebürgermeisterin und Stadtpartei-Vorsitzende, Vera Pramberger (54) das Amt. Im BezirksRundschau-Interview spricht sie über ihre Ziele und Wünsche als Bürgermeisterin und hat auch eine Video-Botschaft an die Bevölkerung zur Corona-Krise.

Frau Pramberger, seit wann Sind Sie gemeindepolitisch tätig?
Pramberger: "Seit der Wahl 2003. Damals startete ich als Gemeinderatsersatz in die Kommunalpolitik."

Sind Sie jetzt Vollzeitbügermeisterin?
"Ich habe meinen Hauptberuf der Politik untergeordnet und meinen Job als Kanzleileiterin einer Rechtsanwaltskanzlei per 31. März 2020 gekündigt. Ich bin ab 1. April – vorerst interimistisch - Vollzeit-Bürgermeisterin für Kirchdorf."

Welche Projekte stehen derzeit an in Kirchdorf?
"Der Umbau des Kulturhauses am Kirchenplatz stoppt derzeit wegen der Corona-Krise, die natürlich auch die Bauwirtschaft stark einbremst. Die Sanierung Pflichtschulzentrum befindet sich mitten in der Planungsendphase. Wann allerdings vom Land OÖ grünes Licht für den Beginn der Bauphase gegeben wird, kann derzeit nicht gesagt werden. Dieses Projekt ist aus finanzieller Sicht gesehen auch das größte. Einige Straßenzüge stehen zur Sanierung an. Aber auch hier muss jetzt einmal abgewartet werden, wann die beschränkenden Maßnahmen der Corona-Krise aufgehoben und die Wirtschaft wieder aktiv wird. Als Herausforderung sehe ich nach wie vor die verkehrstechnischen Gegebenheiten in Kirchdorf, die aus meiner Sicht nur mit einem Gesamtkonzept harmonisiert werden können. Durch den neuen Stadtteil im ehemaligen Kasernenareal hat sich Kirchdorf als Wohnstadt weiterentwickelt. Es wird noch eine interessante Aufgabe, einerseits die Infrastruktur an die dadurch erhöhten Bedürfnisse des Wohnens anzupassen und andererseits der Wirtschaft ebenfalls den notwendigen Raum zuzugestehen. Ich denke, nur wenn es auch in Zukunft gelingt, hier das Gleichgewicht beizubehalten, kann sich Kirchdorf auch in Zukunft beruhigt 'Wohlfühlstadt' nennen."

Was wünschen Sie sich künftig vom politischen Mitbewerb in der Stadt? Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit vor?
"Ich wünsche mir ein wertschätzendes Gesprächsklima auf Augenhöhe und in direktem Dialog – so, wie es bisher schon gut geklappt hat mit meinen Vorgängern. Ich habe den großteils positiven Umgang in den einzelnen Gremien bisher sehr geschätzt und erbitte diesen auch in Zukunft mit mir als erste Ansprechpartnerin, bin gleichzeitig aber sehr zuversichtlich, dass das auch klappen wird. Wenn diese menschliche Basis passt, dann sind aus meiner Sicht auch die verschiedenen politischen Einstellungen eher nebensächlich. „Durch’s Reden kommen d’Leut zamm“ heißt es ja immer so schön."

Was sind längerfristig ihre Ziele als Bürgermeisterin, sollten Sie 2021 gewählt werde?
"Ich habe natürlich meine eigene Vorstellung über Kirchdorf als Wohlfühlstadt. Was aber letztendlich in Zukunft noch entsteht und umgesetzt wird, entscheiden viele unterschiedliche Menschen in vielen Gremien in demokratischen Prozessen. Mein Ziel ist es, ein Teil der demokratischen Entscheidungsfindung zu sein und die Prozesse dann positiv zu begleiten und zu unterstützen. – Das Gemeinsame hat immer die längste Lebensdauer und bringt die meiste Freude."

Welche Funktionen haben Sie auf Landesebene?
"Auf Landesebene bin ich ausschließlich innerparteilich aktiv und bin im SPÖ-Landesparteivorstand und Miglied des SPÖ-Landesparteivorstandes, wo ich auch Vorsitzende des Referates ' Frauen im Gemeinderat" bin. Stellvertretende Landesvorsitzende bin ich im OÖ-Gemeindevertreterverband."

Was machen Sie In Ihrer Freizeit, welche Hobbys haben Sie?
"Das heimische Kino besuchen und kleine und große Wanderungen in der Natur. Da bin ich glücklich dabei."

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
"Ich bin auf meine neue Aufgabe gut vorbereitet und freue mich auf die Herausforderung. Ein gutes Gesamtes in meiner künftigen Arbeit kann ich allerdings nur mit der Unterstützung vieler Menschen abliefern: mit einem Team an Beamten, die mich fachlich unterstützen, und mit politischen Kolleginnen und Kollegen aus den Gremien, denen Kirchdorf ebenso wertvoll ist wie mir. Schlussendlich benötige ich Vertrauen – vor allem jenes der Bevölkerung. Und um diese Unterstützungen bzw. dieses Vertrauen bitte ich – so, wie es bisher meinen Vorgängern geschenkt wurde."

Wolfgang Veitz ist zurückgetreten

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